Axen-Vorstösse sind abgehakt

Drei Vorstösse zur Axenstrasse wurden behandelt, eine Standesinitiative wird abgelehnt. Weil das Uvek die Pläne für das Projekt Neue Axenstrasse genehmigte, hat sich die Ausgangslage verändert.

Florian Arnold
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Bei Gumpisch an der Axenstrasse unternimmt das Astra spezielle Massnahmen.

Bei Gumpisch an der Axenstrasse unternimmt das Astra spezielle Massnahmen.

Bild: PD

Die Aufregung rund um die Axenstrasse war im vergangenen Herbst gross. Die langen Sperrungen der Verbindung zwischen Flüelen und Brunnen sorgte für mehrere Vorstösse im Landrat, von denen gestern drei behandelt wurden. Mittlerweile hat sich die Ausgangslage klar verändert: Im Bereich Gumpisch wurden ein Schutzdamm, Steinschlagnetze und eine Alarmanlage installiert, die bereits ihren Dienst leisten, wie sich vor wenigen Tagen zeigte. Zudem sind mittlerweile die Pläne für das Projekt Neue Axenstrasse vom Uvek genehmigt worden. «Ich habe mir die Augen gerieben, als ich das vernommen habe», sagte Theophil Zurfluh (FDP, Sisikon). «Nach über 30 Jahren planen, sistieren, Verfahren abbrechen und wieder starten bei 0 liegt nun endlich eine Bewilligung vor.»

Zurfluh hatte zusammen mit den Fraktionen der FDP und der SVP eine Motion für eine Standesinitiative eingereicht. Damit sollte eine vorgezogene bauliche Lösung im Gebiet Gumpisch auf der Axenstrasse verlangt werden. «Mit der Verfügung des Uvek ist die Standesinitiative gegenstandslos geworden», so Zurfluh. Denn nun laufe das Verfahren über den Rechtsmittelweg. Diesbezüglich macht sich Zurfluh Sorgen wegen weiterer möglicher Verzögerungen. Ansonsten liege es an der Bauherrschaft, zu der auch der Kanton Uri gehört, vorgezogene Lösungen für das Gebiet Gumpisch voranzutreiben. Mit der Beantwortung einer Interpellation gab sich Theophil Zurfluh auch zufrieden.

«Ein falsches Zeichen in Richtung Bern»

Anders sah es bei Christian Schuler (SVP, Erstfeld) aus. «Für die SVP-Fraktion ist es ein zweifelhaftes Zeichen, das die Urner Regierung aussendet, wenn die Motion für nicht erheblich erklärt wird.» Es entstehe der Eindruck, dass die Massnahmen im Gebiet Gumpisch doch nicht so dringend seien und man somit auch keine Massnahmen vorantreiben müsse. Zudem sehe er Chancen, dass die Standesinitiative auch von anderen Zentralschweizer Kantonen unterstützt würde.

«So weit wie heute waren wir noch nie», sagte Baudirektor Roger Nager und ergänzte: «Wir sind auf der Ziellinie. Jetzt eine Standesinitiative einzureichen wäre fremd.» Das Astra habe bewiesen, dass ihm viel daran gelegen sei, die Axenstrasse möglichst offen zu behalten. Die Motion wurde gestern schliesslich mit 43 zu 12 Stimmen nicht erheblich erklärt.

Mit der Antwort auf seine Motion «Wie weiter an der Axenstrasse?» war Christian Schuler teilweise befriedigt. Die Antworten etwa zu den wirtschaftlichen Folgen der Sperrungen sei zu allgemein ausgefallen, führte Schuler aus.