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Axenstrasse: Bundesamt strebt nach wie vor Öffnung Mitte September an

Die Sprengungsarbeiten am Axen scheinen noch immer plangemäss voranzukommen. Bei Urner Versicherungen hat sich die gesperrte Verbindungsstrasse bisher kaum bemerkbar gemacht.
Lucien Rahm
Die Axenstrasse ist seit zwei Monaten ab dem Kreisel Flüelen gesperrt. (Bild: Florian Arnold, 31. Juli 2019)

Die Axenstrasse ist seit zwei Monaten ab dem Kreisel Flüelen gesperrt. (Bild: Florian Arnold, 31. Juli 2019)

Die Axenstrasse, die zwischen Flüelen und Sisikon seit zwei Monaten gesperrt ist, soll «gemäss heutigem Stand» wie geplant Mitte September wieder geöffnet werden, wie Astra-Sprecherin Esther Widmer auf Anfrage sagt. Die Sprengarbeiten und die Installation einer Warnanlage seien im Gang. Mitte August konnten die Sprengmeister zwei grosse Felsblöcke in die Luft jagen. Noch immer liegt aber Gestein am Hang, das noch gesprengt werden muss. Detailliertere Infos stellt Widmer für Ende dieser oder nächste Woche in Aussicht.

Bis die Strasse wieder befahren werden kann, stellt die Urner Volkswirtschaftsdirektion weiterhin Unterstützung für die Bevölkerung zur Verfügung. Einerseits bieten die SBB und der Kanton Uri erweiterte Verbindungen mit dem öffentlichen Verkehr an. Dazu zählen zusätzliche Züge oder das Seetaxi zwischen Flüelen und Sisikon. Das Angebot werde stark genutzt, sagt Thomas Aschwanden, Abteilungsleiter öffentlicher Verkehr beim Kanton Uri. «Man spürt, dass die Leute auf diese Verbindungen angewiesen sind.» Durch die erhöhte Auslastung stehe den Pendlern im Zug allerdings auch weniger Platz zur Verfügung. «Wir hoffen, dass die Axenstrasse Mitte September wieder geöffnet wird.»

Der Kanton bietet zudem Betrieben finanzielle Hilfe an, die durch die Strassensperrung beeinträchtigt sind. So können Unternehmen, die aufgrund der gesperrten Strasse Kurzarbeit einführen mussten, beim Kanton eine Entschädigung beantragen. «Wir haben die Betriebe in Sisikon und Flüelen angeschrieben und darauf aufmerksam gemacht», sagt Charles Zgraggen vom Amt für Arbeit und Migration.

Firmen haben Angebot missverstanden

In der Folge seien hierfür eine Menge Gesuche eingegangen. Es hätten sich aber vor allem Firmen gemeldet, die wegen der Sperrung Mehraufwände irgendwelcher Art hätten. Für solche sei das Angebot aber nicht gedacht, sondern nur für die effektive Einführung von Kurzarbeit. «Das wurde offenbar ein wenig missverstanden.» Wenige berechtigte Gesuche hätten sie aber auch erreicht. Anträge seien bis einen Monat nach Aufhebung der Sperrung möglich.

Nur geringe Auswirkungen habe die Sperrung der Axenstrasse bislang für die Urner Generalagentur der Versicherung Mobiliar. Sie hätten in der Gegend wenige Kunden mit Versicherungen, die wegen ausbleibender Umsätze im Zusammenhang mit der geschlossenen Strasse zum Tragen kämen, sagt Generalagent Marco Zanolari. Das bedingt eine Versicherung, die einen Betriebsausfall abdeckt, der nicht von einem Sachschaden am Betriebsgebäude ausgeht, sondern von einer behördlichen angeordneten Sperrung der Zufahrtsstrassen oder deren Zerstörung. «Diese haben in Uri aber nur sehr wenige», so Zanolari.

Auch die Versicherung Axa bietet die Möglichkeit, sich gegen durch eine Strassensperrung entstandene Ausfälle abzusichern. Axa-Sprecherin Mirjam Eberhard schreibt auf Anfrage: «Uns sind aktuell allerdings keine konkreten Fälle bekannt, wo wir bezüglich der gesperrten Axenstrasse Leistungen erbracht hätten.»

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