Axenstrasse
Die Planung für die Schutzgalerie Gumpisch ist auf Kurs

Geologische und technische Abklärungen haben verdeutlicht, dass die Linienführung der neuen Axenstrasse beibehalten werden kann.

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(RIN) «Die wiederholten Sperrungen der Axenstrasse in der jüngeren Vergangenheit verdeutlichen die hohe Bedeutung einer nachhaltigen Lösung für die Sicherheit und Verfügbarkeit dieser wichtigen Nord-Süd-Verbindung», heisst es in einer gemeinsamen Mitteilung der Baudirektion Uri und des Baudepartements des Kantons Schwyz zur A4 Neuen Axenstrasse. In planungstechnischer Hinsicht sei man diesbezüglich auf Kurs: «Die für die Schutzbauten im Bereich Gumpisch erarbeiteten Grundlagen zeigen, dass die bisherige Linienführung realisierbar ist.»

Die Planung der neuen Axenstrasse geht voran.

Die Planung der neuen Axenstrasse geht voran.

Archivbild: Urner Zeitung

Die Plangenehmigungsverfügung für den Bau der neuen Axenstrasse ist aufgrund einer Beschwerde von Umweltverbänden aber noch nicht rechtskräftig. Für einige Projektbestandteile hat das Bundesverwaltungsgericht der Beschwerde jedoch zumindest die aufschiebende Wirkung entzogen. Dazu zählen die Baustromversorgung, Ersatzbiotope in Ingenbohl und die Bauarbeiten im Bereich Gumpisch. «Der Bau der Ersatzbiotope ist bereits angelaufen, und die Ausschreibung für die Baustromversorgung ist erfolgt», heisst es in der Mitteilung.

Mit Ablenkdämmen Murgänge und Steinschläge gezielt führen

Im Bereich Gumpisch sei der Bau der Galerie vordringlich, um eine dauerhaft sichere Verbindung zwischen den Kantonen Schwyz und Uri und damit auch auf der entsprechenden Transitachse zu gewährleisten. «Die in jüngster Zeit wiederholt vorgekommenen Strassensperrungen durch Steinschläge unterstreichen die hohe Bedeutung dieses Bauwerks», so die Baudirektion Uri und das Baudepartement Schwyz. «Die in den vergangenen Monaten durchgeführten geologischen und technischen Abklärungen haben verdeutlicht, dass die bisher geplante Linienführung beibehalten werden kann.» Auf diesen Grundlagen laufe derzeit die konkrete Planung der Galerie Gumpisch. Diese beinhaltet eine teilweise verstärkte Dimensionierung, um die Sicherheit auch bei möglichen grösseren Steinschlägen oder Murgängen zu gewährleisten. Zusätzlich werden oberhalb der Galerie zwei Ablenkdämme geplant, um Steinschläge und Murgänge gezielt über die Galerie zu führen.

Baubeginn der Hilfsbrücke im Frühjahr 2022 vorgesehen

Die Grundlagen für die konkrete Planung wurden in technischen und geologischen Fachberichten zusammengefasst. Diese Planungsunterlagen für die Galerie Gumpisch fliessen auch in das vor dem Bundesverwaltungsgericht hängige Beschwerdeverfahren gegen die Plangenehmigungsverfügung ein. Damit werde aufgezeigt, wie mit der neuen Axenstrasse eine sichere und dauernd verfügbare Nord-Süd-Verbindung gewährleistet werden kann. Kurz vor der Ausschreibung steht der Bau der Hilfsbrücke am Gumpisch, das dritte Element, das vom Bundesverwaltungsgericht von der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde ausgenommen wurde. «Der Bau dieser Hilfsbrücke ist nötig, um Platz für die Realisierung der Galerie Gumpisch zu schaffen und um eine sichere Verkehrsführung während der Bauphase zu gewährleisten», heisst es in der Mitteilung weiter. Gemäss aktueller Planung ist der Baubeginn der Hilfsbrücke im Frühjahr 2022 vorgesehen.