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Axenstrasse: Jetzt muss der Astra-Chef Auskunft geben

Die erneute Sperrung der Verbindung zwischen Uri und Schwyz ruft nationale Politiker auf den Plan – der Druck in Bundesbern steigt.
Philipp Zurfluh und Jürg auf der Maur
Mehrere Steinblöcke sind auf die Axenstrasse gestürzt, wodurch diese erneut gesperrt ist. (Bild: Urs Flüeler/Keystone, 3. Oktober 2019)

Mehrere Steinblöcke sind auf die Axenstrasse gestürzt, wodurch diese erneut gesperrt ist. (Bild: Urs Flüeler/Keystone, 3. Oktober 2019)

Am Axen droht eine weitere wochenlange Sperre. Das sorgt nicht nur bei der breiten Bevölkerung, sondern auch in der Politik für grossen Ärger. Betroffen seien nämlich nicht nur die Urner Pendler, die in Schwyz einer Arbeit nachgingen. Auch das Urner und Schwyzer Gewerbe sei betroffen, das den längeren Weg über Luzern machen müsse. Die SVP Uri kritisiert die aktuelle Situation in einer Mitteilung als «nicht haltbar».

Ebenfalls die Nase voll haben Schwyzer Bundesparlamentarier: «Es kann doch nicht sein, dass es so lange dauert, um die in Bern hängigen Einsprachen gegen die neue Axenstrasse zu entscheiden. Irgendwer will da nicht vorwärtsmachen und blockiert. Das ist das Problem», ärgert sich der Einsiedler CVP-Nationalrat Alois Gmür. Er will das Thema Axen deshalb bereits am Montag und Dienstag in Bern auf den Tisch legen. Gmür ist Mitglied der Finanzkommission, die sich auch mit dem Budget des Bundesamtes für Strassen (Astra) beschäftigt. «Genau dieses Geschäft ist nächste Woche traktandiert. Deshalb wird Astra-Chef Jürg Röthlisberger in der Kommission anwesend sein», erklärt Gmür. Er will die Gelegenheit nutzen und dem Astra-Chef kritische Fragen stellen. Für Gmür ist klar: «Jetzt muss Druck gemacht werden. Es muss vorwärtsgehen.» Gmür bereitet deshalb auch einen Vorstoss an die zuständige Bundesrätin Simonetta Sommaruga vor.

Das Uvek (Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation) ist im Rahmen des Plangenehmigungsverfahrens daran, das Projekt und die eingegangenen Einsprachen zu prüfen. Ein paar davon seien nach wie vor hängig, sagt eine Sprecherin im Departement Sommaruga. Detaillierte Aussagen sind aber nicht erhältlich. Da das Verfahren noch laufe, können «wie üblich keine weiteren inhaltlichen Angaben gemacht werden». Offen bleibe deshalb auch, wie lange es bis zu einem Entscheid noch dauere.

SVP Uri fordert rasch «langfristige Lösungen»

«Die Unsicherheit am Axen ist weder für die Urner Wirtschaft, das Gewerbe noch für die vielen Pendler haltbar. Die Situation ist insbesondere auch für die Bevölkerung und die Betriebe in Sisikon kein Zustand», moniert die SVP Uri in einer Mitteilung. Dies könne in den kommenden Jahren nicht weitergehen. Die Partei fordert eine rasche und verlässliche Lösung am Axen. «Eine sichere und langfristige Erschliessung in und aus dem Kanton Uri ist von zentraler Bedeutung. Hier erwarten wir vom Urner Regierungsrat, dass nach dem zweiten Ereignis rasch längerfristige Lösungen erarbeitet werden», heisst es in der Mitteilung. Die SVP Uri fordert Folgendes vom Urner Regierungsrat:

  • Das Instruktionsverfahren (internes Einspracheverhandlungsverfahren) unter der Führung des Uvek soll mit allen Mitteln beschleunigt werden. Eine Beschleunigung bringt auch Klarheit, wie lange die Verhinderer noch bereit sind, auf dem Rechtsweg das neue Projekt zu verzögern.
  • In der Projektorganisation über den Steuerungsausschuss und direkt beim Bund ist die Priorisierung des Projekts «Neue Axenstrasse» auf die höchste Stufe zu setzen.
  • Eine Etappierung des Projekts «Neue Axenstrasse» soll zu Gunsten einer raschen Lösung beim Gumpischtal geprüft werden.
  • Parallel zu den Abklärungen zum Projekt «Neue Axenstrasse» ist auch die Variante eines Not- oder Kurztunnels im Gefahrengebiet Gumpischtal zu prüfen. Im Jahr 1994 war die Axenstrasse über ein halbes Jahr wegen des Ölbergs gesperrt. Damals hat man in dieser Zeit einen Tunnel gebaut.

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