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Axenstrasse nach Murgang erneut während Wochen gesperrt

Die Axenstrasse ist seit dem späten Mittwochabend zwischen Tellsplatte und Sisikon zu. Weitere Murgänge und Steinschläge sind nicht ausgeschlossen. Laut dem Bundesamt für Strassen (Astra) müsse damit gerechnet werden, dass die Strasse über Wochen gesperrt bleibt.
Markus Zwyssig und Philipp Zurfluh
Die Strassensperrung der Axenstrasse in Flüelen (KEYSTONE/Urs Flüeler)

Die Strassensperrung der Axenstrasse in Flüelen (KEYSTONE/Urs Flüeler)

Schon wieder ein Steinschlag: Am Mittwochabend, kurz nach 22.20 Uhr, stellten die Überwachungsinstrumente Geländebewegungen im Bereich Gumpisch fest, die in der Folge zu Aufschlägen von Steinen in den Schutznetzen oberhalb der Axenstrasse führten. Von den mehreren 1000 Kubikmeter Gesteinsmassen sind einzelne Reissleinen und Steinschlagschutznetze beschädigt worden. Bei dem Murgang, der teilweise bis in den Urnersee gelangte, sind keine Personen zu Schaden gekommen, schreibt das Astra in einer Mitteilung.

Die Strasse wurde aus Sicherheitsgründen umgehend gesperrt. Die Fahrzeuge mussten auf der Axenstrasse gewendet werden. Laut Astra wird damit gerechnet, dass die Axenstrasse während Wochen gesperrt bleiben wird.

Situation ist nicht sicher

Erste Abklärungen der Situation oberhalb der Strasse hätten ergeben, dass mit weiteren Murgängen gerechnet werden muss. Aus Sicherheitsgründen kann das Gebiet im Gumpisch gemäss Astra nicht betreten werden. Es würden weitere Abklärungen laufen, was alles unternommen werden muss, damit die Überwachungs- und Alarmanlage wieder in Betrieb genommen werden kann. Dazu gehöre unter anderem das Instandstellen der Steinschlagschutznetze und Reissleinen, die beim Murgang beschädigt worden sind.

Blick auf den betroffenen Felsabschnitt oberhalb der Axenstrasse. (Bild: Urs Flüeler / Keystone, 3. Oktober 2019)

Blick auf den betroffenen Felsabschnitt oberhalb der Axenstrasse. (Bild: Urs Flüeler / Keystone, 3. Oktober 2019)

Die Axenstrasse bleibt daher aus Sicherheitsgründen für den Verkehr zwischen dem Kreisel Flüelen und der Abzweigung Wolfsprung gesperrt. «Die Zufahrten aus Richtung Nord bis Sisikon respektive Riemenstalden und aus Richtung Süd bis zur Tellsplatte sind möglich», heisst es im Communiqué der Kantonspolizei Uri.

Roger Nager machte sich vor Ort ein Bild


Der Urner Baudirektor Roger Nager konnte sich am Donnerstagvormittag auf einem Rekognoszierungsflug mit dem Geologen, ein Bild über die aktuelle Lage am Axen verschaffen. «Das Gumpischtal wurde durch den Murgang stark verwüstet», stellte Nager dabei fest. «Ich bin im Moment ratlos beim Anblick dieser Bilder.»
Einmal mehr habe man unglaubliches Glück gehabt, dass keine Menschen und keine Verkehrsinfrastrukturen zu Schaden gekommen seien. «Die vom Bundesamt für Strassen installierten Sicherheitseinrichtungen zur Überwachung dieser instabilen Geländekammer, haben aber tadellos funktioniert.»

SBB setzen Zusatzzüge ein

Nach der erneuten Sperrung der Axenstrasse hat der Kanton Uri reagiert und Sofortmassnahmen eingeleitet. So verkehren die Frühzüge zwischen Erstfeld und Flüelen ab Freitag, 4. Oktober, wieder bis auf weiteres. Die Erreichbarkeit des Kantons ist damit sichergestellt. Der Weg der Schweiz bleibt gesperrt.

Mit der S-Bahn und den Interregio-Verbindungen ist der Kanton Uri gut erreichbar. Jeweils Dienstag bis Samstag setzen die SBB am frühen Morgen Zusatzzüge ein. Die Anschlüsse auf Bus und Bahn in Flüelen sind gewährleistet. An Montagen können die Frühzuge wegen Unterhaltsarbeiten auf der Gotthardstrecke nicht geführt werden, weshalb ab 7. Oktober Schiffsverbindungen angeboten werden.

Die Fahrpläne sind unter www.sbb.ch/fahrplan sowie auf SBB Mobile ersichtlich.

SRF erklärt in diesem Video die Lage:

Die Axenstrasse war gerade erst für über sechs Wochen gesperrt gewesen und am 13. September wieder geöffnet worden.

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