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Axenstrasse: SVP-Landrat wirft Urner Regierung Untätigkeit vor

Landrat Christian Schuler (SVP, Erstfeld) übt scharfe Kritik an der Regierung. Sie habe den Ernst der Lage noch nicht erkannt. Für eine Lösung soll die nationale Politik auf die Problematik aufmerksam gemacht werden.
Philipp Zurfluh

«Die Problematik am Axen ist seit Jahrzehnten bekannt. Trotzdem unternimmt der Regierungsrat nichts hinsichtlich eines sicheren Ausbaus der Axenstrasse und insbesondere auch für die Strecke Sisikon bis Flüelen», kritisiert Christian Schuler in seiner am Mittwoch im Landrat eingereichten Interpellation unter dem Titel «Wie weiter an der Axenstrasse». Er hat den Eindruck, dass die Regierung die Problematik nicht erkannt hat. «Ihr scheint der wirtschaftliche Blick bei der Erschliessung von Uri völlig abhandengekommen zu sein», so der SVP-Landrat weiter.

Landrat Christian Schuler (SVP, Seedorf) kritisiert die Regierung.

Landrat Christian Schuler (SVP, Seedorf) kritisiert die Regierung.

Eine Stunde zusätzlicher Umweg

Ihm sei schleierhaft, wie der Wirtschaftsstandort Uri gefördert werden soll, wenn die Verkehrserschliessung Richtung Schwyz, Zug und Zürich unsicher ist und immer wieder von Sperrungen unterbrochen wird. Für die Urner Wirtschaft und Pendler heisse das, eine Stunde zusätzlich für Umwege in Kauf zu nehmen und dies für Fahrten in den Raum Schwyz, die normalerweise nur 15 Minuten beanspruchen würden. «Für die Urner Wirtschaft, die ohnehin mit niedrigen Preisen und der nicht gerade zentralen Lage zu kämpfen hat, keine haltbare Situation», schreibt Schuler in der Interpellation.

Laut des SVP-Landrats müsse die nationale Politik jetzt auf die Problematik aufmerksam gemacht werden. Schuler ist der Meinung, dass man auch mit der Unterstützung Luzerns rechnen könne, denn ein sinnvoller Ausbau am Axen würde auch deren Agglomeration vom Verkehr aus Nord-Ost entlasten.

Schuler bittet die Regierung folgende Fragen zu beantworten:

  1. Haben die neuen Erkenntnisse im Bereich Gumpisch einen Einfluss auf das Projekt A4 neue Axenstrasse und wie ist der Planungsstand?
  2. Falls das Projekt durch die neuen Erkenntnisse verzögert wird, wie kann trotzdem der Bau frühestmöglich begonnen werden beziehungsweise wie kann der Regierungsrat beschleunigend auf den Bund einwirken?
  3. Wie hoch sind die volkswirtschaftlichen Kosten für Uri, welche durch die zweimonatige Sperrung entstehen?
  4. Was unternimmt der Regierungsrat, dass sich das Astra der wirtschaftlichen Tragweite bewusst wird.
  5. Wenn die SBB Stammlinie betroffen gewesen wäre, hätte dies ebenfalls eine Schliessung der Gotthardlinie für zwei Monate bedeutet oder wäre es dann schneller gegangen?
  6. Die Schliessung hat aufgezeigt, dass auch die Strecke Sisikon bis Flüelen äusserst anfällig ist. Was unternimmt der Regierungsrat, damit langfristig auch diese Strecke in die nationale Planung einfliesst?
  7. Wie will Uri nach dem Bau der «neuen Axenstrasse» die enormen Kosten für den Unterhalt der von Steinschlag gefährdeten Strecke Gumpisch bis zur Kantonsgrenze des Kantons Schwyz zukünftig finanzieren? Muss Uri diese Frage nicht gemeinsam mit Schwyz nochmals in Bern thematisieren?

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