BAHN 2030: Kanton Uri fordert Bahn-Ausbau am Axen

Der Urner Regierungsrat unterstützt die Forderungen der Zentralschweizer Regierungskonferenz. Und hält an Zimmerberg II, Tiefbahnhof Luzern und neuem Axentunnel fest.

Merken
Drucken
Teilen
(Symbolbild Boris Bürgisser/Neue LZ)

(Symbolbild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Der Regierungsrat des Kantons Uri hat zuhanden des Bundesamtes für Verkehr zu den Vorstellungen zum übernächsten Ausbauschritt der schweizerischen Eisenbahninfrastruktur («Bahn 2030») Stellung genommen. Er unterstützt laut Mitteilung die Forderungen der Zentralschweizer Regierungskonferenz vom Oktober 2009.

Ausserdem sieht er den Zimmerbergtunnel II, den Zentralbahnhof Luzern sowie den neuen Axentunnel als «integrales Paket der Zentralschweiz» an und halte an den drei Schlüsselprojekten mit Nachdruck fest. Dem Axentunnel komme für den Kanton Uri und den Kanton Schwyz sowie für die Gotthardachse eine zentrale Rolle zu, heisst es in der Mitteilung weiter. Der Kanton Uri fordert daher den Bau eines neuen Neat-Axentunnels.

Schwyz und Uri stellen Bedingungen
Bei einem Verzicht auf den Bau eines Neat-Axentunnels will der Urner Regierungsrat laut Mitteilung «ein machbares Konzept für die Sanierung des Seegeleises am Axen». Die Kosten dafür seien mit den Kosten für den Bau eines Neat-Axentunnels und der Stilllegung des Seegeleises vergleichbar. Daher müsse der Netto-Mehraufwand für einen neuen Tunnel erneut einer Kosten-Nutzen-Analyse unterzogen werden.

Die Kantone Schwyz und Uri wären bereit, im Talkessel Schwyz und der Urner Reussebene «namhafte Landflächen für das Ausbauprojekt zu reservieren». Bei einem Verzicht auf einen Neat-Axentunnel könne «diese Bereitschaft nicht mehr erwartet werden». Zudem verlangt der Kanton Uri für «Bahn 2030» einen Finanzrahmen von mindestens 21 Milliarden Franken.

ana