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BAHNHOF ALTDORF: Hohe Zustimmung bei tiefer Stimmbeteiligung

Die Urner heissen den Kredit für den Ausbau des Bahnhofs Altdorf mit 74 Prozent sehr deutlich gut. Die tiefe Stimmbeteiligung dürfte aber nicht nur auf die begonnene Ferienzeit zurückzuführen sein.
Florian Arnold und Markus Zwyssig
Hier sollen in ein paar Jahren auch Intercity-Züge halten. So will es das Urner Volk. (Bild: Urs Hanhart (Altdorf, 15. März 2017))

Hier sollen in ein paar Jahren auch Intercity-Züge halten. So will es das Urner Volk. (Bild: Urs Hanhart (Altdorf, 15. März 2017))

Florian Arnold und Markus Zwyssig

redaktion@urnerzeitung.ch

Mit 4730 Ja zu 1658 Nein hat die Urner Bevölkerung gestern den Kredit von 10,87 Millionen Franken für den Kantonsbahnhof Altdorf genehmigt. Mit dem Geld werden die beiden neuen Bushöfe auf der Ost- und Westseite sowie die notwendigen Anpassungen der Strassen finanziert. Investiert werden insgesamt mehr als 60 Millionen Franken. Den grössten Teil der Kosten, rund 40 Millionen Franken, übernehmen die SBB.

Der Urner Volkswirtschaftsdirektor Urban Camenzind gab sich gestern zufrieden mit dem deutlichen Resultat: «Das ist ein positives Zeichen für den Kanton.» Allerdings ging gerade mal jeder vierte Urner Stimmberechtigte an die Urne. Dies führt Camenzind unter anderem auf den ungünstigen Zeitpunkt zum Ferienbeginn zurück. «Man könnte die Stimmbeteiligung auch so interpretieren, dass 75 Prozent der Urner mit dem ersten Entscheid des Landrats einverstanden waren», gibt er zu bedenken.

Jetzt wollen alle an einem Strick ziehen

Nötig geworden war die Abstimmung wegen der Stimmrechtsbeschwerde von einer privaten Gruppierung beim Bundesgericht. Diese wollte nicht akzeptieren, dass der Landrat zuvor abschliessend über den Kredit befunden hatte – ohne eine Volksabstimmung. «Uns ging es nicht um den Inhalt, sondern um die Form», erklärt der Flüeler Gemeindepräsident Simon Arnold, der als Privatperson der Gruppierung angehört. «Der Demokratie ist mit dieser Abstimmung Genüge getan. Nach dem Kollegialitätsprinzip können wir nun an einem Strick ziehen und das Beste für den Kanton herausholen.» Mit der Abstimmung ist das Verfahren am Bundesgericht hinfällig geworden (siehe Ausgabe vom 1. Juli). Die Gerichtskosten muss der Kanton tragen – was Arnold als Erfolg wertet.

Die Skepsis gegenüber dem Kantonsbahnhof bleibt jedoch in gewissen Gemeinden bestehen. So kamen in Wassen, Gurtnellen, Flüelen und Erstfeld, die sich alle an der Bahnlinie befinden, keine Ja-Mehrheiten zu Stande. «Wir haben es offenbar noch nicht geschafft, aufzuzeigen, dass sich der öffentliche Verkehr durch das Projekt in Altdorf in diesen Gemeinden nicht verschlechtert», sagt der Volkswirtschaftsdirektor. «Der Kantonsbahnhof wertet nicht nur Altdorf auf, sondern hilft dem gesamten System.» Erfreut ist Camenzind, dass sich das Urserntal hinter den Kredit stellte. «Für das Tourismusresort ist eine gute Verkehrsanbindung des Kantons sehr wichtig.»

Der Altdorfer Gemeindepräsident Urs Kälin wertet das klare Ergebnis auch als starkes Zeichen gegenüber den SBB: «Die Urner wollen den Kantonsbahnhof.» Nach den Strapazen des Neat-Baus wolle Uri nun von besseren Verbindungen profitieren. Ein Kantonsbahnhof Altdorf mit IC-Halten biete für die Zukunft grosse Chancen. «Nicht nur nach Norden, sondern insbesondere auch in Richtung Süden ergeben sich für Uri neue Perspektiven.»

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