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BAHNVERKEHR: Zukünftiges Angebot auf Gotthard-Bergstrecke «ungenügend»

Ab 2017 gilt auf der Gotthard-Bergstrecke ein neuer Fahrplan. Denn dann fahren die Personenzüge durch den neuen Tunnel und nicht mehr über den Berg. Die Interessengemeinschaft öffentlicher Verkehr Schweiz (IGöV) und Pro Bahn Schweiz lehnen das SBB-Angebot 2017 für die Bergstrecke ab. Beide Organisationen erachten das Angebot als «völlig ungenügend».
Die SBB bieten im Sommerhalbjahr zusätzliche Verbindungen an. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)

Die SBB bieten im Sommerhalbjahr zusätzliche Verbindungen an. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)

Neu sollen ab 2017 Vorortstriebzüge ohne Zugsbegleitung auf der Gotthard-Bergstrecke verkehren. Um die Region Gottardo und die Leventina zu erreichen, müssten Passagiere ab 2017 in Erstfeld auf den Regionalverkehr umsteigen. Denn die EC/IC Züge fahren ab dann durch den Gotthard-Basistunnel. Die Interessengemeinschaft öffentlicher Verkehr Schweiz (IGöV) und Pro Bahn Schweiz fordern von der SBB, dass das bisherige Konzept mit IR-Zügen mit zusätzlichen Halten in der Leventina weiter geführt wird.

Verbindungen sind wichtig für Tourismusregion

Sie verweisen darauf, dass der Bundesrat eine Anbindung der Region Gottardo und der Leventina an die Ballungszentren als «erfolgskritisch» für den Tourismus bezeichnet hat. Das Beibehalten des bisherigen Konzepts, welches jetzt schon Züge mit Panorama-Wagen beinhalte, löse keine Kostensteigerung aus. Das Rollmaterial sei vorhanden und könne wie früher eingesetzt werden. Auch der Personalaufwand erhöhe sich nicht, argumentieren die IGöV und Pro Bahn Schweiz.

Die beiden Organisationen kritisieren weiter, dass der neue Fahrplan nicht der gegenwärtig gültigen Fernverkehrskonzession, welche ab Basel SBB – Luzern / Zürich – Arth-Goldau – Bellinzona – Locarno / Chiasso Züge mit stündlichen Halten zwischen Schwyz und Biasca vorsieht, entspreche. Und die Aufrechterhaltung der IR-Züge mit Zugbegleitung über die Bergstrecke würden auch dem Sachplan Infrastruktur Schiene 2015 entsprechen, so die IGöV und Pro Bahn Schweiz.

500 Reisende pro Tag erwartet

Die SBB begründet die Reduktion der Anzahl Verbindungen über die Bergstrecke mit der Anpassung an die Nachfrage, sowohl aus wirtschaftlichen als auch ökologioschen Gründen. Sie geht gemäss Angaben auf ihrem Blog von rund 500 Reisenden pro Tag zwischen Göschenen und Airolo aus. Daher will die SBB ab Ende 2016 zwischen Erstfeld und Bellinzona stündlich RegioExpress-Züge anbieten.

pd/spe

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