Barbara Bär: «Die zwei Urner Corona-Patienten werden zu Hause betreut »

Den beiden Corona-Patienten geht es gut, sagte die Urner Gesundheitsdirektorin vor den Medien. 65 Personen seien in Uri getestet worden. Die Ergebnisse seien negativ. Noch stehen zehn Tests aus.

Markus Zwyssig
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Gesundheitsdirektorin Barbara Bär im Gespräch mit Generalsekretär Roland Hartmann.

Gesundheitsdirektorin Barbara Bär im Gespräch mit Generalsekretär Roland Hartmann. 

Bild: Markus Zwyssig (Altdorf, 17. März 2020)

Im Kanton Uri gibt es zwei bestätigte Fälle von Corona-Virus-Patienten. «Total wurden 65 Personen getestet, die bisher vorliegenden Ergebnisse waren jedoch negativ», sagte Gesundheitsdirektorin Barbara Bär. Zurzeit seien noch zehn Tests ausstehend. Den beiden Personen, die sich mit dem Corona-Virus infiziert haben, gehe es gut, sagte Barbara Bär auf eine entsprechende Frage. «Sie werden zu Hause betreut». Dabei handle es sich um zwei Personen im mittleren Alterssegment. Sie gehören nicht zur gefährdeten Personengruppe. «Sie werden ganz engmaschig durch den Kantonsarzt betreut, durch Merkblätter und klare Anweisungen, wie sie sich zu verhalten haben.»

Alle eingeleiteten Massnahmen seien darauf ausgerichtet, Personen über 65 und andere besonders gefährdete Gruppen zu schützen, so Barbara Bär. So gilt ein Besuchsverbot im Kantonsspital Uri, in den Heimen und Behinderteninstitutionen. Die Spitex Uri unterstützt das Kantonsspital in Verdachtsfällen bei ambulanten Labor-Abstrichen. Die mobile Sanitätshilfsstelle ist zur Unterstützung des Kantonsspitals aufgeboten und im Einsatz. Für Barbara Bär ist klar:

«Wir müssen nun gemeinsam alles unternehmen, um die Verbreitung des Virus zu verlangsamen, damit die medizinischen Einrichtungen wie das Kantonsspital und die Arztpraxen nicht überlastet werden.»

Die Aufnahmekapazität für Patienten, die isoliert werden müssen, sei relativ gross, sagte Roland Hartmann, Generalsekretär der Gesundheitsdirektion. In der geschlossenen ehemaligen Geriatrieabteilung konnte eine «Corona-Station» eingerichtet werden. Hingegen stünden zurzeit zwei bis drei Beatmungsplätze zur Verfügung. Durch den Einsatz von Anästhesiegeräten kann die Kapazität bei Bedarf auf mindestens sechs Beatmungsplätze erhöht werden. Hartmann wies aber darauf hin, dass man sich nicht nur auf Corona-Patienten vorbereiten müsse, sondern auch weitere Notfälle zu behandeln habe.