Barchef: Spielte er nur etwas vor?

Zwei Monate nach dem Tötungsversuch in Erstfeld sitzt der festgenommene Urner Barbetreiber noch immer in Untersuchungshaft. Er soll sich beim Verhör bewustlos gestellt haben.

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Beim Bärenbodenweg in Erstfeld wurde in der Nacht auf den 12. November bei einer Schiesserei eine 31-jährige Frau angeschossen. (Bild Daniel Regli/Neue UZ)

Beim Bärenbodenweg in Erstfeld wurde in der Nacht auf den 12. November bei einer Schiesserei eine 31-jährige Frau angeschossen. (Bild Daniel Regli/Neue UZ)

Normalerweise dauert die Untersuchungshaft 30 Tage. Sie wurde im Dezember bereits einmal um 30 weitere Tage verlängert. Doch nun ist auch die zweite Haftfrist abgelaufen. Konkret: Gestern hätte der Barbetreiber aus dem Gefängnis Stans entlassen werden können. Doch die Staatsanwaltschaft hat in einem Gesuch an das Zwangsmassnahmengericht verlangt, dass die Haft des Erstfelders verlängert wird. Das Gericht hatte am 5. Januar bis zu seinem Entscheid über das Gesuch der Staatsanwaltschaft eine provisorische Fortdauer der Untersuchungshaft angeordnet.

Im Kanton Uri geht das Gerücht um, dass sich der Barbetreiber bei einem Verhör bewusstlos gestellt hätte. Polizeisprecher Karl Egli wollte dazu nichts sagen. Er bestätigt aber, dass der Mann wegen «möglicher gesundheitlicher Probleme» mit der Ambulanz in ein Spital überwiesen wurde, wo er jedoch nur kurze Zeit blieb. «Die Gesundheit der Inhaftierten ist uns ein grosses Anliegen», so Egli.

Doch noch immer ist unklar, wer in der Nacht auf den 12. November die 31-jährige Ukrainerin in Erstfeld auf offener Strasse angeschossen hat. Der Barbetreiber ist noch in der Tatnacht verhaftet worden. Dabei handelt es sich um den Noch-Ehemann der Ukrainerin.

eb

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Urner Zeitung.