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Isenthal: Basisstufe ist ein Erfolgsmodell

Auf das Schuljahr 2014/2015 wurde in der Schule Isenthal die Basisstufe eingeführt. Die Bilanz nach vier Jahren zeigt, dass die gewünschten Ergebnisse erzielt wurden.
Schüler vom Kindergarten bis zur 2. Primarklasse werden in Isenthal gemeinsam unterrichtet. (Bild: PD)

Schüler vom Kindergarten bis zur 2. Primarklasse werden in Isenthal gemeinsam unterrichtet. (Bild: PD)

Vor vier Jahren wurde in der Schule Isenthal die Basisstufe eingeführt. Das Modell hat sich laut Schulrat Bruno Imholz bewährt. Die Schülerzahlen in der Berggemeinde sinken und die finanzielle Entwicklung ist unklar. Aufgrund dieser Feststellung im Jahr 2011, aber insbesondere auch aus pädagogischen Gründen, beschloss der Schulrat die Schule Isenthal strategisch neu auszurichten und die Strukturen und das Schulmodel anzupassen.

Bis ins Jahr 2014 führte die Schule einen Zweijahreskindergarten und drei Doppelklassen. Aufgrund der mehrheitlich kleinen Klassen sind die Kosten laut der Schule hoch. Um den Schulstandort Isenthal nicht zu gefährden, mussten Änderungen am bisherigen Modell vorgenommen werden.

Isenthal will weiterhin eigene Schule

Nach einer Prüfung stellte sich heraus, dass altersdurchmischtes Lernen (AdL) geeignet ist. Es ist eine Weiterentwicklung der bestehenden Doppelklassenstruktur zur Basisstufe, was bedeutet, dass der Kindergarten mit der 1. und 2. Klasse zusammengelegt wurde. «Unsere Ziele konnten wir erreichen. Mit dem neuen Modell können Personalkosten eingespart werden. Ausserdem sind wir flexibel, wenn sich die Schülerzahlen ändern», sagt Schulrat Bruno Imholz.

Bei der Umstrukturierung wurden zwei Aspekte besonders berücksichtigt. Einerseits will die Gemeinde Isenthal eine eigene Schule im Dorf. Andererseits soll der Kindergarten in das neue Schulmodell integriert werden. Mit einem attraktiven und zweckmässigen Schulmodell könne weiterhin eine Dorfschule in Isenthal geführt werden, heisst es in einer Mitteilung. Dadurch bleibe die Standortattraktivität für Familien wie bis anhin erhalten und es könnten auch in Zukunft Arbeitsplätze im Dorf angeboten werden. Die Infrastruktur wird weiterhin vor allem von der Schule und der Gemeinde genutzt, steht aber auch Externen zur Verfügung.

An das neue Schulmodell wird der Anspruch gestellt, dass es pädagogisch sinnvoll und finanziell tragbar ist und, dass damit flexibel auf sinkende Schülerzahlen reagiert werden kann.

Einführung eines obligatorischen Kindergartenjahres

Damit der Kindergarten in die Primarschule integriert werden konnte, war eine Anpassung des Schulgesetzes erforderlich, welche Landrat Bernhard Walker am 26. Oktober 2011 mit der Motion «Integration des Kindergartens in die Primarschule» im Landrat einbrachte. Diese wurde als erheblich erklärt. Als nächstes folgte die Abstimmung zur Einführung eines obligatorischen Kindergartenjahres und zur Anbietepflicht der Gemeinden für ein freiwilliges erstes Kindergartenjahr am 23. September 2012. Mit Annahme dieser Vorlage durch die Urner Bevölkerung wurde die gesetzliche Grundlage für die Integration des Kindergartens in die Primarschule geschaffen. Demzufolge kam es zur Änderung der Schulordnung, kantonale Richtlinien wurden ausgearbeitet und am 1. August 2014 eingeführt. Mit Beginn des Schuljahres 2014/2015 wurde in Isenthal nach langer Projektarbeit mit der Einführung der Basisstufe gestartet.

Das Modell soll weiter ausgebaut werden

Die Schule Isenthal plant bereits, das Modell auch auf die Mittelstufe anzuwenden. Bisher werden die 3. und 4. sowie die 5. und 6. Primarklasse als Doppelklassen geführt. «Ab dem Schuljahr 2018/2019 ist auf der Mittelstufe eine verstärkte Zusammenarbeit geplant. Diese soll es ermöglichen, dass ab dem Schuljahr 2019/2020 die 3. bis 6. Klasse zusammengelegt werden können», sagt Bruno Imholz. (red)

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