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BAUEN: Das Projekt «Alte Post» ist (wieder) auf Kurs

Der Gemeinderat setzt sich ab 2018 teilweise neu zusammen. Andreas Gisler wird als Gemeindepräsident amtieren, und in der Person von Simon Kempf konnte auch ein neues Gemeinderatsmitglied gefunden werden.
Bruno Arnold
Von links: Simon Kempf (neuer Gemeinderat), Heidi Meier (abtretende Gemeindepräsidentin) und der neue Gemeindepräsident Andreas Gisler. (Bild: Bruno Arnold (Bauen, 20. November 2017))

Von links: Simon Kempf (neuer Gemeinderat), Heidi Meier (abtretende Gemeindepräsidentin) und der neue Gemeindepräsident Andreas Gisler. (Bild: Bruno Arnold (Bauen, 20. November 2017))

33 Stimmberechtigte nahmen am vergangenen Montagabend an der Gemeindeversammlung in Bauen teil. «Es ist halt leider so, dass es noch immer nicht einfach ist, jemanden zu finden, der Verantwortung respektive ein Amt übernehmen will», sagte die abtretende Gemeindepräsidentin Heidi Meier einleitend. «Ich ­hatte lange Zeit Angst, dass sich niemand zur Verfügung stellt», sagte Meier, die vier Jahre lang im Amt war und von 1995 bis Ende 2009 als Gemeindeschreiberin tätig gewesen war. Meiers Angst war nicht ganz unbegründet: Nur zu gut erinnert man sich in der Gemeinde am Urnersee an das Jahr 2009 zurück, als sogar die Zwangsverwaltung durch den Kanton drohte, weil man nur noch zwei Gemeinderäte hatte. Damals hatten drei gegen ihren Willen in den Gemeinderat gewählte Einwohner kurzerhand den Wohnsitz verlegt, um das Amt nicht antreten zu müssen.

Es sei zwar auch jetzt nicht einfach gewesen, erklärte Meier. «Umso erfreulicher ist es, dass wir diesmal zwei Personen gefunden haben, die bereit sind, frischen Wind in den Gemeinderat zu bringen.» Konkret meinte sie damit den 40-jährigen Andreas Gisler und den 34-jährigen Simon Kempf. Gisler wohnt seit kurzem in Bauen und wurde im Mai 2017 in den Gemeinderat gewählt. Nur gerade ein gutes halbes Jahr später wird er bereits das Präsidium übernehmen. Der in Schattdorf aufgewachsene Kaufmann arbeitet als Leiter Global Travel Management bei der Swiss Re in Zürich. Er erhielt alle 29 in Betracht fallenden Stimmen – genauso wie Simon Kempf, der ab Januar 2018 als neuer Gemeinderat amtieren wird. Er arbeitet als Projektleiter Energie beim EW Altdorf und ist in Bauen aufgewachsen.

Bauprojekt erhält neuen Schwung

Ein weiteres Traktandum war das Projekt «Sanierung des gemeindeeigenen Hauses Alte Post». Unter Beibehaltung der beste­henden Gebäudestrukturen sollen drei Wohnungen realisiert werden, die man möglichst preisgünstig vermieten möchte. Im November 2016 ist hiefür ein Kredit von 1,5 Millionen Franken genehmigt worden. Die Baubewilligung wurde im Juli 2017 zugestellt. Die Denkmalpflege verfügte allerdings in ihrer Stellungnahme diverse Punkte, die vorgängig nicht so besprochen worden waren. Die zuständige Kommission der Gemeinde äusserte deshalb in einem Schreiben an die Regierung ihr Unverständnis. Wie Kommissionspräsident Urs Baumann am Montagabend mitteilen konnte, haben in der Zwischenzeit mehrere Sitzungen und Besprechungen stattgefunden. Man sei nun so weit, dass man das Vorhaben «preislich interessant und nach den Vorgaben des Heimatschutzes» umsetzen könne. Noch hängig seien Gesuche um Beiträge des Bundes und des Kantons. Die Kommission erhofft sich eine Beteiligung von 35 Prozent an die Kosten der werterhaltenden Massnahmen. Baumann gab sich überzeugt, dass man den bewilligten Kostenrahmen einhalten und das Projekt in einem für die Gemeinde tragbaren ­finanziellen Rahmen realisieren könne. Nächste Schritte seien nun die Unterzeichnung des Vertrags mit dem Architekten zur Bauausführung, das Submissionsverfahren sowie der Versand der Broschüre an potenzielle Geldgeber.

Gutgeheissen wurde das Budget 2018. Die Gemeinde Bauen rechnet bei einem Aufwand von 625 300 Franken und einem ­Ertrag von 620 800 Franken mit einem Aufwandüberschuss von 4500 Franken. Der Steuerfuss beträgt weiterhin 100 Prozent.

Zum Schluss bedankte sich Heidi Meier beim abtretenden Feuerwehrkommandanten Richard Ziegler und bei der zurücktretenden Kreisschulrätin Margrit Bissig für ihre Arbeit. In einer kurzen Laudation würdigte Gemeindevizepräsident Robert Aschwanden schliesslich das Wirken von Heidi Meier: «Ihre Art sagte nicht allen zu, aber sie hat es gut gemacht.»

Bruno Arnold

bruno.arnold@urnerzeitung.ch

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