BAUEN: Gemeinderäte wehren sich gegen ihre Wahl

In Bauen wurden drei neue Gemeinde­räte gewählt allesamt gegen ihren Willen. Jetzt droht der Gemeinde die Zwangsverwaltung durch den Kanton.

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Die Idylle trügt: Die Gemeinde Bauen kämpft mit grossen politischen Problemen. (Bild Urs Hanhart/Neue UZ)

Die Idylle trügt: Die Gemeinde Bauen kämpft mit grossen politischen Problemen. (Bild Urs Hanhart/Neue UZ)

Bereits im Frühjahr hatte man in Bauen weder einen neuen Gemeindepräsidenten noch einen Vizepräsidenten gefunden. Nun galt es auch noch den Sozialvorsteher zu ersetzen.

Insgesamt elf Kandidaten wurden ins Rennen geschickt allesamt gegen ihren Willen. Von einem «Schwarz-Peter-Spiel» war an der Gemeindeversammlung die Rede. Diesen zogen schliesslich Kurt Baumann als Präsident, Andrea Ziegler als Vizepräsidentin und Johanna Tschumi als Sozialvorsteherin.

Bald ein Amtsentlassungsgesuch?
Kurt Baumann hielt am Dienstag unmissverständlich fest: «Ich werde diese Funktion nicht übernehmen, Amtszwang hin oder her.» Er denke bereits an die Einreichung eines Amtsentlassungsgesuchs. Dasselbe überlegt sich auch die gewählte Sozialvorsteherin Johanna Tschumi.

Baumann und Tschumi hatten der Versammlung selber nicht beiwohnen können. Sollten alle drei per Amtszwang bestimmten Personen die Wahl ablehnen, wäre der fünfköpfige Gemeinderat Bauen nicht mehr beschlussfähig. Er müsste in diesem Fall vom Kanton Uri zwangsverwaltet werden.

Bruno Arnold

Mehr zum Thema lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Urner Zeitung.