Bauer wählen den ersten Landrat für die neue Legislatur

An der Gemeindeversammlung vom kommenden Montag steht neben der Wahl der Nachfolge von Anton Infanger ein Kreditantrag über 170'000 Franken auf der Traktandenliste. 

Markus Zwyssig
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In Bauen wird am Montagabend an der Gemeindeversammlung bereits der erste Landrat für die Amtsperiode 2020 bis 2024 bestimmt. Der bisherige Landrat Anton Infanger (SVP) kandidiert nicht mehr.

«Es haben sich zwei Kandidaten bei der Gemeinde gemeldet», sagt der Bauer Gemeindepräsident Andreas Gisler. Zudem können sich an der Gemeindeversammlung weitere Interessierte melden. Die Gemeinde Bauen fusioniert auf den 1. Januar 2021 mit Seedorf. Ihren Sitz im Landrat können die Bauer jedoch über den Fusionszeitpunkt bis zu den nächsten Wahlen 2024 behalten.

Fast ausgeglichene Zahlen für das kommende Jahr

Beraten wird an der Gemeindeversammlung das Budget 2020. Der Voranschlag weist bei einem Aufwand von 712'700 Franken und einem Ertrag von 710'400 Franken einen Aufwandüberschuss von 2300 Franken aus. Der Gemeinderat beantragt, den Steuerfuss für natürliche Personen von 100 Prozent beizubehalten.

An der Gemeindeversammlung wird ein Kreditantrag in der Höhe von 170'000 Franken für die Sanierung der Wasserleitung Vorderbergli-Reservoir gestellt. Die Wasserversorgung Bauen hat im vergangenen Jahr das neue Wasserreservoir Spicherstett erstellt. Zum neuen Reservoir führen zwei Quellen. Die Hauptleitung besteht zum Teil noch aus alten Tonrohren, welche nicht mehr überall dicht sind. Ein Teil der bestehenden Leitung wurde mit den Bauarbeiten im vergangenen Jahr bereits erneuert. Rund 200 Meter sind noch zu ersetzen. «Die Erneuerung ist dringend notwendig», so Gisler. Durch das Projekt soll die langfristige Qualitäts- und Versorgungssicherheit der Wasserversorgung gewährleistet werden.

Befunden wird zudem über einen Kreditantrag von 130'000 Franken für die Sanierung des Parkplatzes am See bei der Schifflände. Der Belag auf dem Parkplatz ist in einem schlechten Zustand. Auf der gesamten Fläche befindet sich eine sehr geringe Belagsschicht. Der Platz weist unzählige Risse und Belagsflicke auf. Nach den Sommer- und Wintermonaten entstehen jeweils neue Risse, welche fortlaufend notdürftig ausgebessert werden. Wegen der starken Wurzel zweier Bäume hat sich der Platz stark verformt.

Parkplatz soll umfassend erneuert werden

Der Gemeinderat beantragte im November 2016 einen Kreditantrag zur Sanierung des Parkplatzes. Aus der Bevölkerungsmitte wurde der Antrag gestellt, den Kreditantrag um ein bis zwei Jahre zu verschieben und den Parkplatz vorläufig notdürftig zu flicken. In den vergangenen drei Jahren wurden die notwendigsten Reparaturarbeiten fortlaufend getätigt.

Für den Gemeinderat ist es nun an der Zeit, das Sanierungsprojekt neu anzugehen. Ein Bauunternehmen hat im Auftrag des Gemeinderats Abklärungen getroffen. Diese haben ergeben, dass der bestehende Belag an einigen Stellen sehr dünn ist. Zudem ist das Koffermaterial nicht frostsicher und es sind Rückstände von Fremdmaterial zum Vorschein gekommen. Daher soll nun der Belag entfernt, das bestehende Koffermaterial 30 bis 40 Zentimeter ausgewechselt und mit frostsicherem Koffer ersetzt werden.

Vorgestellt wird der Abschlussbericht des Projekts der Sanierung der Alten Post. Im Frühjahr konnten die Umbauarbeiten abgeschlossen werden. Zudem fand ein Tag der offenen Tür statt. «Mittlerweile konnten alle drei Wohnungen vermietet werden», erklärt Gisler. «Die letzte Wohnung wird auf den 1.Dezember bezogen.»

Bauer befassen sich mit Ortsteilverein

An der Gemeindeversammlung wird über den aktuellen Stand der Fusion mit Seedorf informiert. Diesbezüglich wird die Bildung eines Ortsteilvereins für Bauen unterstützt. Der Gemeinderat Bauen erachtet die Bildung eins Ortsteilvereins als wichtig und bei Interesse würde bereits Mitte des nächsten Jahres mit der Umsetzung gestartet. Weitere Informationen dazu sollen an der Einwohnergemeindeversammlung im Mai 2020 folgen.

Die Gemeindeversammlung Bauen findet am Montag, 18.November, um 20Uhr, im Mehrzweckgebäude statt.