BAUERNVERBAND URI: Die Gäste schnallen sich den Melkstuhl um

Auf dem Altdorfer Unterlehn haben die Bauern ihren Beruf der Öffentlichkeit näher gebracht. Die Gäste konnten sich im Melken üben – an einer Plastikkuh.

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An einer lebensgrossen Plastikkuh versuchten sich die Besucher als Melker. (Bild Veronika Stadler/Neue UZ)

An einer lebensgrossen Plastikkuh versuchten sich die Besucher als Melker. (Bild Veronika Stadler/Neue UZ)

Der Bauernverband Uri feiert sein Jubiläumsjahr mit verschiedensten Anlässen. Am vergangenen Samstag konnte auch die Urner Bevölkerung auf dem Unterlehn in Altdorf an den Feierlichkeiten teilhaben. Ebenfalls vertreten waren die Urner Biobauern, die heuer ihr 10-Jahr-Jubiläum begehen. Anziehungspunkt war für viele Besucher der Streichelzoo.

Wer schon immer einmal melken wollte, durfte sich an einer lebensgrossen Plastikkuh versuchen. «Die schlägt wenigstens nicht aus», meinte eine Besucherin zufrieden und schnallte sich den Melkstuhl um. Ein erfahrener Melker gab noch einige Tipps, dann galt es, während einer Minute möglichst viel Milch zu melken. Je nach Menge konnte man dann einen kleineren oder grösseren Preis abholen.

Produzenten und nicht nur Landschaftspfleger
Der Bauernverband Uri wurde 1908 ins Leben gerufen. Seit 100 Jahren setzt er sich für die Landwirtschaft im Kanton ein. Die Aufgaben sind in diesen Jahren vielfältiger und umfangreicher geworden. Sepp Truttmann, Präsident des Urner Bauernverbandes, wünscht sich, dass die Wertschätzung für landwirtschaftliche Produkte erhalten bleibt. Für die Bauern sei es wichtig, etwas zu produzieren und nicht bloss Landschaftspfleger zu sein. Ein grosser Teil der Bauern ist heute auf einen Nebenerwerb angewiesen. Es ist jedoch nicht einfach, Teilzeitarbeitsstellen zu finden oder einen Arbeitgeber, der es ermöglicht, im Sommer auf die Alp zu gehen. «Deshalb wäre es mein Wunsch an die Wirtschaft, dass sie solche Arbeitsplätze ermöglicht», sagt Sepp Truttmann.

Als Gast war Josef Dissler, Vizepräsident des Schweizer Bauernverbandes, anwesend. Er beantwortete Fragen zur Landwirtschaft und Agrarpolitik: «Eines der wichtigsten Rezepte für eine starke Landwirtschaft ist die Bildung. Wir müssen uns auf die zukünftigen Veränderungen ausrichten», sagte er. «Dazu brauchen wir Bauern, welche hervorragend ausgebildet sind.»

Veronika Stadler

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Montag in der Neuen Urner Zeitung.