Bauwerke aus Holz sind bei Schulen im Trend

Kürzlich wurden in Altdorf und Goldau zwei Gebäude aus Holz fertiggestellt. Verantwortliche, Architekten, Ingenieure und Holzbauer trafen sich nun, um über den Holzbau zu sprechen.

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Erläuterungen des Architekten vor dem Berufs- und Weiterbildungszentrum Uri. (Bild: Melanie Brunner-Müller)

Erläuterungen des Architekten vor dem Berufs- und Weiterbildungszentrum Uri. (Bild: Melanie Brunner-Müller)

In Altdorf und Goldau stehen zwei neue Holzbauten, in welchen sich der Verein Zentralschweizer Holzkette traf, um sich über den Einsatz von Schweizer Holz und eine durchgängige Wertschöpfungskette auszutauschen. Den Bildungsinstitutionen scheint Holz als Baustoff zu gefallen, denn sowohl das Berufs- und Weiterbildungszentrum Uri in Altdorf wie auch der provisorische Neubau der Pädagogischen Hochschule Schwyz in Goldau sind aus Holz gebaut. Und zwar aus Holz, welches zum grössten Teil aus den hiesigen Wäldern stammt, wie es in einer Mitteilung des Vereins Proholz Lignum Luzern heisst.

«Der Holzbau ist ebenso wirtschaftlich wie ein Massivbau»

Die Gründe für den Einsatz von Holz stützen sich nicht nur auf die angenehme Atmosphäre in einem Holzbau oder auf ökologische Argumente, sondern gehen weit darüber hinaus, wie die Projektverantwortlichen, Architekten, Ingenieure und Holzbauer am jeweiligen Objekt erläuterten. Die Mehrkosten für das Bauen mit Schweizer Holz gegenüber dem Bauen mit Holz ausländischer Herkunft bewegen sich im Vergleich zu den Gesamtinvestitionen im Promillebereich. «Der Holzbau ist ebenso wirtschaftlich wie ein Massivbau», führte Kurt Traxel vom Baudepartement Uri aus. Zudem sei der Termindruck gross gewesen, was für den Holzbau und seine schnelle Aufrichtungszeit sprach.

Planungsphase in Goldau war knapp

Ähnlich klingt es in Goldau, wo die Planungsphase extrem kurz war und man den zweistöckigen Modulpavillon in einer Rekordzeit von 20 Wochen plante und fixfertig ausführte. In Altdorf wie in Goldau wurde viel Wert daraufgelegt, das lokale Gewerbe zu unterstützten und die Steuergelder in einen nachwachsenden Rohstoff zu investieren.

Die am Bau beteiligten Planer und Architekten erklärten, wie dank der einwandfreien Zusammenarbeit aller, mit guten Vorabklärungen seitens der Behörden, der detailgetreuen Planung von Beginn weg und einem disziplinierten Schaffen die Holzbauten termingerecht errichtet werden konnten. Alle am Holzbau beteiligten Akteure können auf ihren Verarbeitungsstufen dazu beitragen, dass möglichst viel Schweizer Holz verwendet wird.

Dass die Architekten und Planer wichtige Träger auf dem Weg zu Holz und insbesondere zur Verwendung von Schweizer Holz sind – darin waren sich die Anwesenden einig. Pointiert dazu äusserte sich Holzbauingenieur Pius Renggli der Holzprojekt GmbH, welcher sich Steve Jobs zum Vorbild nimmt und überzeugt ist, dass die Holzbranche selbstbewusst die Vision vertreten soll: «Holz ist der beste Baustoff im Hochbau!» (pd/zgc)