BAV-Chef kritisiert die Alpeninitiative

Peter Füglistaler lehnt ein Lastwagenfahrverbot ab. Aber: Frachtgut gehöre auf die Schiene.

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Peter Füglistaler, Direktor des Bundesamtes für Verkehr. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Peter Füglistaler, Direktor des Bundesamtes für Verkehr. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Die scharfe Kritik kommt von oberster Stelle: «Die Alpeninitiative wird ihren eigenen Ideen untreu», sagt Peter Füglistaler, Direktor beim Bundesamt für Verkehr (BAV). Er gibt der Idee, den Lastwagenverkehr langfristig mittels einer rollenden Landstrasse aus dem Gotthard-Strassentunnel zu verbannen, einen Korb. «Ich habe Mühe damit, wenn man versucht, Lastwagen auf die Schiene zu bringen.»

Ziel sei es schliesslich gewesen, das reine Frachtgut auf die Schiene zu bringen. Der Sinn der Alpeninitiative sei nicht, nur Wassen und Göschenen vom Durchgangsverkehr zu entlasten. «Es kann ja nicht sein, dass die Lastwagen zwischen Erstfeld und Biasca verladen werden – und die gleichen Lastwagen fahren dann mitten durch Basel, Luzern und Lugano.» Dies entspreche nicht seinem Verständnis von Verlagerungspolitik. Vorwärts machen will das BAV mit dem vier Meter Güter-Korridor. Dieser wird allerdings teurer als geplant.

Eva Novak und Jürg auf der Maur

Das ausführliche Interview lesen Sie am Sonntag in der Zentralschweiz am Sonntag.