Behinderte sorgen für Licht im Gotthardtunnel

43 Kilometer Kabel zuschneiden und 1200 Lampen montieren: So lautet die Aufgabe für 14 Behinderte im Kanton Uri.

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Behinderte montieren in der Werkstatt die einzelnen Teile zusammen. (Bild: PD)

Behinderte montieren in der Werkstatt die einzelnen Teile zusammen. (Bild: PD)

Behinderte montieren in der Werkstatt die einzelnen Teile zusammen. (Bild: PD)

Behinderte montieren in der Werkstatt die einzelnen Teile zusammen. (Bild: PD)

14 Personen der Stiftung Behindertenbetriebe Uri (SBU) arbeiten in den kommenden Wochen an einem speziellen Projekt: In einer Halle der Brand Metallbau AG im Erstfelder Industriegebiet schneiden sie 43 Kilometer Kabel zu und verpacken es richtig. Zur Aufgabe gehört auch das Montieren und Kontrollieren von Leuchten.

Die fertigen Leuchten werden anschliessend nach Erstfeld transportiert und so verpackt, wie sie später im Gotthard-Basistunnel gebraucht werden. «Das ist für uns ein schöner Auftrag», sagt René Gamma, Sachbearbeiter im Produktionsmanagement der SBU und verantwortlich für die Umsetzung. Erhalten hat das SBU den Auftrag von der Elektrizitätswerk Altdorf AG. «Das EWA ist ein langjähriger Partner von uns. So dürfen wir auch immer wieder die Weihnachtskarten liefern, die das EWA seinen Kunden verschickt», so Gamma.

Qualität stimmt

Nun arbeiten die beiden Urner Unternehmungen erstmals auch im Bereich Kabelkonfektion zusammen. Einen ersten kleinen Auftrag führten die Mitarbeiter der SBU bereits im April 2011 aus – zur vollsten Zufriedenheit des EWA. Entsprechend zuversichtlich ist Urs Arnold, Projektleiter beim EWA: «Die Qualität der Produkte stimmte und die Lieferung kam termingerecht bei uns an.»

Wenn die Arbeit der SBU erledigt ist, beginnen die Installateure des EWA mit der Montage der Leuchten und Kabel in der Oströhre des Gotthardbasistunnels der neuen Eisenbahn-Alpentransversale (NEAT). Die Arbeit im Tunnel ist alles andere als einfach. Das weiss Urs Arnold, Projektleiter beim EWA: «Darum montieren wir soviel wie möglich draussen. Das erleichtert uns die Arbeit im Berg.»

pd/rem