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Beim «Frauäzmorgä» in Altdorf über Krisenbewältigung diskutiert

Der Frauenbund Uri hat die Mediatorin Monica Kunz zum «Frauäzmorgä» eingeladen. Sie referierte darüber, was ein «Stehaufmännchen» ausmacht.
Monica Kunz erklärte, wie Krisen gemeistert werden. (Bild: PD)

Monica Kunz erklärte, wie Krisen gemeistert werden. (Bild: PD)

(pd/RIN) Rund 60 Frauen trafen sich kürzlich im reformierten Kirchgemeindehaus in Altdorf zum Frühstücksbuffet, vorbereitet von den Vorstandsfrauen des Frauenbundes Uri (FBU) und ihren Helferinnen. Nach dem ausgiebigen «Frauäzmorgä» in geselliger Runde brachte die Referentin Monica Kunz, Mediatorin und Supervisorin, den anwesenden Frauen das Geheimnis des «Stehaufmännchens» näher – oder des «Stehauffrauchens», was in dieser Runde angebrachter wäre.

Kein Mensch habe eine Garantie, dass er vor Schicksalsschlägen, Krankheiten oder anderen Krisen verschont bleibt, wie Kunz sagte. Beobachtet man allerdings Betroffene, so stelle man fest, dass diese schnell wieder Boden unter den Füssen bekommen, während andere sehr lange bräuchten, eine Krise zu meistern. Monica Kunz zeigte auf, welche Kräfte, Fähigkeiten oder Strategien dabei helfen, in Krisen elastisch zu bleiben und sich zu biegen, ohne dabei zu brechen. Resiliente Personen hätten die Fähigkeit, erfolgreich mit belastenden Lebensumständen umzugehen.

Dabei nannte Kunz die «sieben Säulen der Resilienz», auch psychische Widerstandsfähigkeit genannt; Optimismus und Zuversicht, Akzeptanz und Realitätssinn, Lösungsorientierung und Wachstumschancen zu sehen, die Opferrolle zu verlassen und das positive Selbstbild aufzubauen, Verantwortung übernehmen, soziale Kontakte knüpfen und Vernetzungen pflegen sowie bei einer Neuorientierung die Zukunft zu gestalten und Perspektiven zu bewahren.

Prozess durchläuft verschiedene Phasen

Anhand verschiedener Beispiele zeigte die Referentin auf, wie Krisen gemeistert werden können und wie man daran auch wachsen kann. So sei eine Krise der Auslöser für einen Anpassungsprozess vom «Nein» zum «Ja». Der Prozess verläuft in Phasen – meistens nicht geradlinig, sondern immer wieder mit Rückschritten verbunden. Vom Schock, über Verleugnung, aufbrechenden Gefühlen in Form von Aggression oder Trauer und schliesslich über eine Neuorientierung komme man am Ende zur Akzeptanz des Auslösers der Krise.

Obwohl bei allen Frauen im Laufe des Referates Erinnerungen an die eine oder andere Krise in ihrem Leben aufkam, verging die Zeit wie im Flug und die Anwesenden waren sich einig, dass sie Kunz auch noch länger hätten zuhören können.

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