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Beim Hip-Hop tanzen spielerisch Deutsch lernen

15 fremdsprachige Kinder führten am Freitagnachmittag ihren Eltern in der Tanzschule «Because I Love» verschiedene Tanzeinlagen bei coolen Beats vor.
Paul Gwerder
Tanzlehrerin Vanessa Sicher brachte den fremdsprachigen Kindern im Rahmen des Integrationsprojekts innert kurzer Zeit einige Hip-Hop Tänze bei. (Bild: Paul Gwerder, Altdorf, 27. Juli 2018)

Tanzlehrerin Vanessa Sicher brachte den fremdsprachigen Kindern im Rahmen des Integrationsprojekts innert kurzer Zeit einige Hip-Hop Tänze bei. (Bild: Paul Gwerder, Altdorf, 27. Juli 2018)

Die sieben- bis sechzehnjährigen Kinder aus zehn Ländern, die mit ihrer Tanzlehrerin Vanessa Sicher auftraten, waren nervös und aufgezogen. Nicht umsonst: Sie freuten sich unwahrscheinlich auf ihren Auftritt. Verantwortlich für das erste derartige Urner Integrationsprojekt (siehe auch UZ vom 26. Juli) waren Lena Greber, Integrationsverantwortliche der Bildungsdirektion, und Sozialarbeiterin Luzia Kohler vom Schweizerischen Roten Kreuz (SRK). Das Ziel des Sommerprojekts für fremdsprachige Kinder war es, deren Deutschkenntnisse zu verbessern.

Die zwei Frauen haben zusammen mit rund zehn Freiwilligen in den vergangenen drei Wochen verschiedene Aktivitäten organisiert. So zum Beispiel einen Theaternachmittag, Besuche bei der Pfadi, Blauring und Radsport Altdorf sowie ein Badminton-Plauschturnier. Insgesamt nutzten 30 Kinder die Angebote. Sämtliche Kinder konnten schon mehr oder weniger gut Deutsch sprechen.

Neue Freundinnen gefunden

Punkt 15 Uhr ertönte aus der Lautsprecherbox coole und laute Beatmusik, und dazu begannen die Mädchen und Burschen die einstudierten Hip-Hop-Tänze zu zeigen, die sie in den vergangenen Tagen gelernt hatten. Dabei demonstrierten die Tanzenden extrem motiviert unter der Leitung von Vortänzerin Vanessa Sicher verschiedene Grundschritte und Schrittkombinationen. Einige Eltern waren sehr stolz auf ihren Nachwuchs und ein paar Frauen mussten sogar ein paar Freudentränen abwischen.

Zwei Freundinnen, die künftige Oberstufenschülerin Kirushajini Kirushnomoorthy aus Sri Lanka und Lajal Yassin aus Syrien, die nun in die 6. Klasse kommt, gehen beide in Erstfeld in die Schule und sagten: «Uns hat das mega gut gefallen. Es herrschte immer eine super Stimmung, denn das Tanzen hat uns besonders viel Spass gemacht. Zudem lernten wir erst noch viele ausländische Kinder aus anderen Urner Gemeinden kennen.»

Philippinische Mutter ist stolz auf ihre Söhne

Eine philippinische Mutter aus Altdorf war besonders stolz auf ihre beiden kleinen Söhne: «Es war so toll, was meine Kinder heute gemacht haben». Ihre beiden Knaben spielen beim FC Altdorf in einer Juniorenabteilung. Es ist auch ein Ziel des Projekts, die ausländischen Kinder zu ermuntern, in einem Verein mitzumachen, denn dort können sie sich noch besser integrieren.

Auch Luzia Kohler wusste anfänglich nicht so recht, wie erfolgreich dieses Projekt würde. «Heute bin ich restlos zufrieden, denn die Kinder haben das ganz gut gemacht, und auch ihre Eltern zeigten sich vom Auftritt der Sprösslinge begeistert.»

Und die Tanzleiterin meinte: «Es war nicht ganz einfach, den Kindern in so kurzer Zeit das Hip-Hop-Tanzen beizubringen. Das grösste Problem war der grosse Altersunterschied. Aber ich habe doch ein paar kleine Talente entdeckt, die ganz locker an die Sache herangegangen sind.»

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