«BERGAUF, BERGAB»: Bürgler Bergbauern werden Filmstars

35 Jahre nach Fredi Murers «Wir Bergler...» kommt wieder ein Film über Urner Bergbauern ins Kino. «Bergauf, bergab» zeigt ein Jahr im Leben der Familie Kempf.

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Ueli, Max und Wisi Kempf (von links), die Hauptdarsteller des Films «Bergauf, bergab». (Bild Elias Bricker/Neue UZ)

Ueli, Max und Wisi Kempf (von links), die Hauptdarsteller des Films «Bergauf, bergab». (Bild Elias Bricker/Neue UZ)

Monika und Max Kempf-Gisler aus Bürglen kommen diesen Sommer mit ihrer Familie gross ins Kino. Während mehr als einem Jahr begleitete der Filmemacher Hans Haldimann die Bergbauern. «Mich fasziniert das rastlose Leben der Familie», sagt Haldimann. Die Kempfs zügeln mit ihrem Vieh zehnmal im Jahr zwischen drei Höfen hin und her. «Ich brauche alle Höfe zum Überleben», sagt der 35-Jährige im Film. «Ein Hof allein bringt zu wenig Ertrag.» Sinkende Milchpreise und der Preisdruck des Bundes machen dem Landwirt das Leben schwer.

Unverhofft kommt oft
Haldimann wollte schon lange einen Film über umherziehende Bergbauern machen. «Man meint immer, die Bauern hocken nur in ihren Häuschen», sagt er. «Dabei ziehen sie umher und sind trotzdem heimatverbunden.»

Die Gelegenheit kam unverhofft: Haldimann drehte im Jahr 2005 eine Reportage für die Fernsehsendung «mitenand» in den Bürgler Bergen. Er fragte einen Bauern, ob es in der Region noch Landwirte gebe, die umherziehen. Der Bauer verwies Haldimann zur Familie Kempf.

«Anfänglich waren wir eigentlich nicht so begeistert, dass jemand über uns einen Film machen will», erinnert sich Max Kempf. «Trotzdem fanden wir es wichtig, dass man die Leute über unsere Lebensweise, die Stufenbewirtschaftung, informiert», sagt Monika Kempf (32).

Elias Bricker

HINWEIS
Der Film «Bergauf, bergab» läuft ab dem 24. Juli in den Kinos. Mehr Infos zum Film unter www.xenixfilm.ch .

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Urner Zeitung.

Trailer: