BERGHEIMATSCHULE: Uri bildet nach 20 Jahren wieder Bäuerinnen aus

In Uri werden ab 2016 wieder angehende Bäuerinnen und bäuerliche Haushaltsleiter ausgebildet. Nachdem die Minimalzahl von zwölf Interessentinnen erreicht wurde, nimmt die seit 1996 geschlossene Bergheimatschule Gurtnellen am 4. Januar ihren Betrieb wieder auf.

Merken
Drucken
Teilen
Sie leiten die Bergheimatschule: Alexandra Fux und Cyrill Hörler. (Bild: pd)

Sie leiten die Bergheimatschule: Alexandra Fux und Cyrill Hörler. (Bild: pd)

Die erforderliche Teilnehmerzahl sei innert kurzer Zeit erreicht worden, teilte die Urner Bildungs- und Kulturdirektion am Dienstag mit. Im August hatte das Kantonsparlament zwei Kredite in Höhe von total 273'000 Franken für einen Betrieb bis mindestens 2017 gutgeheissen.

Die Ausbildung richtet sich laut Regierung unter anderem an Personen, die aus einer Bauernfamilie stammen oder sich mit einem Bauern oder eine Bäuerin liieren möchten. Die Kurse finden im Internatsbetrieb zwischen Januar und Mai statt und dauern jeweils 18 Wochen. Abgeschlossen werden sie mit einem Fachausweis.

Die Bergheimatschule Gurtnellen war 1996 geschlossen worden, weil es immer weniger angehende Bäuerinnen gab, die diese besuchen wollten. Zudem hatten sich die Ingenbohler Schwestern aus dem Lehrbetrieb zurückgezogen. Der Landrat beauftragte im März 2014 den Regierungsrat, die Bergheimatschule Gurtnellen wieder zu öffnen. (sda)