Berghilfe unterstützt Schächentaler Bauern

In Bürglen ist eine 3,5 Kilometer lange Naturstrasse in Betrieb genommen worden. Sie erleichtert das Leben der Bergbauernfamilien. Zwei Drittel der Kosten von 270'000 Franken übernahm die Schweizer Berghilfe.

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Bürglen liegt am Eingang ins Schächental. (Bild: Urs Hanhart/Neue UZ)

Bürglen liegt am Eingang ins Schächental. (Bild: Urs Hanhart/Neue UZ)

Die fünf Bergbauernbetriebe im Gebiet Rämsenberg-Kessel-Grossberg waren laut Communiqué der Berghilfe vom Mittwoch bisher nur durch eine Seilbahn erschlossen. Die Höfe waren nur zu Fuss ereichbar. Dreizehn Personen leben das ganze Jahr dort, weitere acht während mehrerer Monate. Weil die Betriebe zu wenig abwerfen, gehen die meisten Bauern noch einem Nebenerwerb nach.

«Durch die Strasse näher zusammengerückt»

Die neue Naturstrasse erleichtert den Bauern das Leben. So müssen sie nicht mehr teure Helikopterflüge für die Lieferung von schwerem Material bezahlen. Das Schlachtvieh muss nicht mehr in die Seilbahn verladen werden. Auch ist ein Austausch von Maschinen und Geräten möglich geworden. «Wir sind durch die Strasse näher zusammengerückt», wird der Bauer Paul Herger zitiert.

Dank der Strasse könne der grösste Teil des Heus in die Scheune im Kessel gebracht werden. Das bedeutet, dass Herger nur noch wenige Wochen mit den Kühen im oberen Heimet verbringen muss.

Berghilfe übernimmt fehlenden Betrag

Gebaut werden konnte die Strasse dank der finanziellen Unterstützung durch die Schweizer Berghilfe. Die Wegbaugenossenschaft steuert 90'000 Franken eigene Mittel bei. Die Berghilfe übernahm den fehlenden Betrag von 180'000 Franken.

Bewirtschaftet werden die Liegenschaften an einem steilen Südhang zwischen 1150 und 1500 Metern über Meer im so genannten Stufenbetrieb. Das heisst, dass auf zwei oder mehr Heimet gelebt und gearbeitet wird. Ist das Heu für die Kühe auf einer Stufe verbraucht, wird die nächste bezogen.

sda/ks