Bergstrecke sollte abgerissen werden

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Entstehung Die ursprüngliche Idee für die Furka-Bergstrecke ist, eine Bahn­verbindung zwischen Brig und Disentis zu erstellen. Dies aus touristischen und militär-strategischen Gründen. 1911 beginnt der Bau im Rhonetal. Drei Jahre darauf wird die Strecke Brig–Gletsch eröffnet.1916 zerstört eine Lawine die gemauerte Steffenbachbrücke, 1923 geht die Brig-Furka-Disentis-Bahngesellschaft in Konkurs. Zwei Jahre später wird die Furka-Oberalp-Bahn gegründet, im August 1925 die Klappbrücke über das Steffenbachtobel in Betrieb genommen. Im Jahr darauf schliesslich wird die Strecke Brig–Andermatt–Disentis mit einem Dampfbetrieb eröffnet.

Die Strecke Realp–Oberwald ist aber jeweils nur im Sommer befahrbar. In den 1940er-Jahren wird die Bergstrecke elektrifiziert, einige Dampflokomotiven werden nach Vietnam gekauft. Diese werden 1990 zurückgeholt und verkehren noch heute. 1982 erfolgt die Inbetriebnahme des Furka-Basistunnels. Damit ist auch geplant, die Bergstrecke abzureissen. Doch es regt sich Widerstand: «Die Bahnstrecke über den Furka darf nicht abgebrochen werden», heisst es an einer Kundgebung. Deswegen wird 1983 der Verein Furka-Bergstrecke gegründet, welcher den Erhalt zum Ziel hat. 1986 schliesslich wird entschieden, dass die Bergstrecke bleiben soll. Sogleich beginnen die Arbeiten zur Wiederaufnahme der Strecke. Seither verkehren drei Dampflokomotiven auf der Strecke, zwei neue Zahnraddampflokomotiven sollen demnächst dazukommen. (mst)

Mehr Informationen unter www.dfb.ch sowie www.dieselcrew.ch