Bergwege erfordern besondere Vorsicht

Damit die Gefahren einer Wanderung gemindert werden können, müssen die Schwierigkeitsstufen beachtet werden.

Christoph Näpflin
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Alpine Bergwege wie der Leiterweg von Seelisberg zum Niederbauen können schnell zu einer schlechten Erfahrung führen, wenn die Gefahren unterschätzt werden. (Bild: Christoph Näpflin)

Alpine Bergwege wie der Leiterweg von Seelisberg zum Niederbauen können schnell zu einer schlechten Erfahrung führen, wenn die Gefahren unterschätzt werden. (Bild: Christoph Näpflin)

Über 60 Prozent der Schweizer geben als ihre liebste Sommerfreizeitbeschäftigung das Wandern an. Wanderungen in der freien Natur und in der nur wenig berührten Idylle der Bergwelt sind eine Wohltat für Leib und Seele und ein willkommener Ausgleich zum hektischen Alltag.

Am vergangenen Mittwoch hat sich auf dem alpinen Bergweg vom Niederbauen zur Alp Laueli ein Wanderunfall ereignet. Nebst der Natur lauern in den Bergen auch Gefahren für Wanderer, die es zu beachten gilt.

Wanderer müssen Weg richtig abschätzen

Für einen unbeschwerten Wandertag ist eine gute Vorbereitung sehr wichtig. Nicht alle Wanderwege haben den gleichen Schwierigkeitsgrad. Oft wird das Wandern im Gebirge deshalb unterschätzt, speziell im Frühling, wenn in Mulden noch Schnee aus dem letzten Winter liegt. Darum sind die Wanderwege nach verschiedenen Schwierigkeitsgraden und Gefahrenstufen eingeteilt. Diese sollen verhindern, dass es zu Zwischenfällen oder sogar zur Gefährdung von Wanderern kommt.

Es ist deshalb wichtig, die gewählten Wanderwege richtig einzuschätzen. Vor allem bei alpinen Wanderwegen, welche weiss-blau-weiss gekennzeichnet sind, gelten spezielle Vorgaben. Die Benützer müssen trittsicher, schwindelfrei und in sehr guter körperlicher Verfassung sein sowie die Gefahren im Gebirge sehr gut kennen.

Solche Gefahren können wie am alpinen Bergweg zum Niederbauen Altschneeverwehungen sein, welche jederzeit abbrechen und alpine Berggänger bedrohen können. Dank einer guten Vorbereitung und Beurteilung der Situation vor Ort ist es möglich, dass alle Benützer von Wanderwegen gesund und voller schöner Eindrücke wieder nach Hause zurückkehren können.