Bericht beleuchtet Arbeit in der Volksschule

Die Bildungs- und Kulturdirektion des Kantons Uri hat den Bericht zur Volksschule über das Schuljahr 2017/2018 erarbeitet und publiziert. Der Bericht zeigt, dass das Engagement der Lehrer in der Weiterbildung nach wie vor sehr hoch ist.

Drucken
Teilen

Im Schuljahr 2017/2018 haben die Schülerzahlen in Uri leicht zugenommen. Ebenfalls leicht gestiegen ist die Zahl der Abteilungen; sie befindet sich auf demselben Stand wie im Schuljahr 2014/2015. Das geht aus dem Bericht zur Volksschule zum Schuljahr 2017/2018 hervor.

Auf der Kindergarten- und Primarstufe wurden im Schuljahr 2017/2018 durchschnittlich 0,24 Lektionen für Förderungsmassnahmen eingesetzt, in den Oberstufen mit integrierter Werkschule 0,31 Lektionen. Die Minimalstandards des Erziehungsrats konnten somit grossmehrheitlich eingehalten oder überschritten werden. 298 Kinder (Vorjahr 262) wurden in Deutsch als Zweitsprache (DaZ) unterrichtet. DaZ wird in elf Gemeinden unterrichtet. Die Verteilung auf die Gemeinden ist sehr unterschiedlich und liegt zwischen 0 und 17 Prozent.

Mehr Lehrer nehmen Erstberatung in Anspruch

In der Sonderpädagogik wurden 45 Schüler mit einer Behinderung in der Regelschule beschult, 26 in ausserkantonalen Einrichtungen. 36 Schüler besuchten die Sonderschule Uri. Die Zahl hat in allen Bereichen zugenommen. Die Anzahl therapeutischer Massnahmen in der Stiftung Papilio bewegt sich leicht unter den langjährigen Werten.

Der Schulpsychologische Dienst (SPD) hat im Berichtsjahr 468 Schüler mit Lern- und Verhaltensstörungen behandelt (Vorjahr: 470). Im Bereich des Krisen- und Konfliktmanagements hat der SPD im Berichtsjahr 41 Fälle (Vorjahr: 44) bearbeitet und wurde in 31 Fällen (Vorjahr: 39) im Bereich des Kindesschutzes tätig. Die Erstberatung für Lehrer und Schulteams haben 14 Lehrpersonen (Vorjahr: 8) in Anspruch genommen.

Vertiefungskurs für Lehrplan 21

Das Amt für Volksschulen stellte im Berichtsjahr 39 definitive und 41 befristete Lehrbewilligungen aus. Zur Beratung von Junglehrern wurden drei Kurse durchgeführt. Die Zahl der Anmeldungen zur Lehrerweiterbildung liegen bei über 1 200. Dank genügend Anmeldungen können 90 Prozent der Urner Kurse durchgeführt werden. Im Rahmen der Einführung des Lehrplans 21 hat ein Grossteil der Urner Lehrer einen Vertiefungskurs oder schulinterne Weiterbildungen besucht. Ausserdem begann im April 2018 die Nachqualifikation Medien und Informatik.

Das Qualitätsmanagementsystem an den Urner Volksschulen wird seit Ende des ersten Zyklus der externen Schulevaluation 2010 bis 2014 weiterentwickelt. Im Zentrum steht der Referenzrahmen für Schulqualität. Dieser bildet die Grundlage für die Planung der Schulprogramme. Ab 2019 bis 2023 werden sie als Grundlage für die Schulprogramme dienen.

Der Kanton Uri hat den Lehrplan 21 erfolgreich eingeführt

Im Kanton Uri gilt seit dem 1. August 2017 der Lehrplan 21. Laut eines Zwischenberichts ist die Einführung wie geplant erfolgt. Per 1. August 2021 wird das Projekt Lehrplan 21 abgeschlossen sein. Im Folgejahr soll die Evaluation des Projekts erfolgen.
Bruno Arnold