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BERN: «Grosse Ehrfurcht vor dem Amt»

Josef Dittli und Beat Arnold sind gestern mit Respekt in ihre erste Legislatur gestartet. Isidor Baumann steht ihnen mit Rat zur Seite.
Elias Bricker, Bern
Die drei Urner Parlamentarier vor dem Bundeshaus in Bern, von links: Ständerat Josef Dittli, Ständerat Isidor Baumann, Nationalrat Beat Arnold. (Bild Elias Bricker)

Die drei Urner Parlamentarier vor dem Bundeshaus in Bern, von links: Ständerat Josef Dittli, Ständerat Isidor Baumann, Nationalrat Beat Arnold. (Bild Elias Bricker)

Vereidigungszeremonie der neugewählten Ständeräte. Auf dem Bild zu sehen sind Damian Müller (Luzern, zweiter von links), Josef Dittli (Uri, dritter von links), Peter Hegglin (Zug, vierter von links), Erich Ettlin (Obwalden, dritter von rechts) und Hans Wicki (Nidwalden, ganz rechts). (Bild: Keystone)
Die neu gewählten Zentralschweizer Parlamentarier wurden am Montag in Bern vereidigt. Vordere Reihe (v. l.): Nationalrat Franz Grüter (SVP, Luzern), Ständerat Josef Dittli (FDP, Uri), Nationalrätin Andrea Gmür (CVP, Luzern) und die Ständeräte Damian Müller (FDP, Luzern) und Erich Ettlin (CVP, Obwalden). Hintere Reihe (v. l.): Die Nationalräte Marcel Dettling (SVP, Schwyz) und Beat Arnold (SVP, Uri) und die Ständeräte Peter Hegglin (CVP, Zug) und Hans Wicki (FDP, Nidwalden). (Bild: Keystone / Lukas Lehmann)
Die drei Urner Parlamentarier vor dem Bundeshaus in Bern, von links: Ständerat Josef Dittli, Ständerat Isidor Baumann und Nationalrat Beat Arnold. (Bild: Elias Bricker)
Gemeinsames Singen der Nationalhymne während der Vereidigungszeremonie im Ständerat. (Bild: Keystone / Lukas Lehmann)
Wer den Eid ablegte, sprach mit erhobenen Schwurfingern die Worte «ich schwöre es», wer das Gelübde ablegte, sagte «ich gelobe es». 54 der 200 Nationalratsmitglieder wurden zum ersten Mal vereidigt. Sie waren am 18. Oktober neu gewählt worden. In der mittleren Reihe ist die Luzernerin Yvette Estermann zu sehen (zweite von links), in der vordersten Reihe der Nidwaldner Peter Keller (ganz links). (Bild: Keystone / Alessandro della Valle)
Die gewählten Nationalräte der SVP: Sie hatten die Wahl zwischen dem Eid und dem Gelübde. (Bild: Keystone / Lukas Lehmann)
Die Zürcher SVP-Nationalräte Alfred Heer (mitte) und Roger Köppel geben zusammen mit ihren Fraktionskollegen ihre Stimmzettel zur Wahl der Ratspräsidentin ab. (Bild: Keystone / Alessandro della Valle)
Die Nationalräte leisten ihren Amtseid. (Bild: Keystone / Lukas Lehmann)
Die SVP-Nationalräte Thomas Aeschi (Zug, rechts) und Guy Parmelin (Waadt) amten als provisorische Stimmenzähler. (Bild: Keystone / Alessandro della Valle)
Die Ratslinke während der Vereidigung. (Bild: Keystone / Peter Klaunzer)
Im Bundeshaus hat die 50. Legislatur begonnen. Eröffnet hat sie am Montagnachmittag Nationalrat Luzi Stamm (SVP/AG) als amtsältestes Ratsmitglied. (Bild: Keystone / Peter Klaunzer)
Ein etwas müder Tim Guldimann (SP, mitte) während der Rede des amtsältesten Mitglieds Luzi Stamm (SVP). (Bild: Keystone / Lukas Lehmann)
Eine Rede halten durfte auch die jüngste Neugewählte, die 27-jährige Lisa Mazzone (Grüne/GE). (Bild: Keystone / Peter Klaunzer)
Christa Markwalder leitet für ein Jahr die Sitzungen des Nationalrates. Der Rat hat die 40-jährige Berner FDP-Nationalrätin am Montag mit 159 von 183 gültigen Stimmen zur Präsidentin gewählt. (Bild: Keystone / Alessandro della Valle)
Erster Vizepräsident ist Jürg Stahl (SVP / ZH). (Bild: Keystone / Alessandro della Valle)
Der frischgewählte Ständeratspräsident Raphael Comte (links) erhält einen Blumenstrauss von Parteikollege Thomas Hefti (GL). (Bild: Keystone / Lukas Lehmann)
Tim Guldimann (SP / ZH) erhällt von SP-Fraktionspräsident Roger Nordmann eine Rose. (Bild: Keystone / Peter Klaunzer)
Magdalena Martullo-Blocher (SVP-GR) diskutiert mit Thomas Hurter (SVP-SH). (Bild: Keystone / Alessandro della Valle)
Daniel Jositsch (SP / ZH) im Nationalratssaal. (Bild: Keystone / Peter Klaunzer)
Die SVP-Nationalräte Roger Köppel (links) und Jean-Pierre Grin schwören den Eid. (Bild: Keystone / Peter Klaunzer)
Die neu gewählte Nationalratspräsidentin Christa Markwalder, Maja Ingold (CVP / ZH), Kathrin Bertschy (GLP / BE) und Balthasar Glättli (Grüne / ZH, von rechts) spielen die Nationalhymne. (Bild: Keystone / Peter Klaunzer)
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Vereidigung der Parlamentarier

Elias Bricker, Bern

Gestern kurz nach Mittag postierten sich vor und im Bundeshaus unzählige Fotografen und Kameraleute. Die Bundesparlamentarier – ob neu gewählt oder schon lange im Amt – standen den Journalisten Red und Antwort und ­lächelten in die Kameras. Denn am Nachmittag wurde in Bern die 50. Legislatur eröffnet. Zwei Urner betraten dabei Neuland: der Attinghauser FDP-Ständerat Josef Dittli und der Schattdorfer SVP-Nationalrat Beat Arnold. «Ich habe grosse Ehrfurcht vor dem Bundeshaus und vor meinem neuen Amt», sagte Arnold kurz vor der Vereidigung. Dank seines Regierungsratsmandats kenne er aber bereits viele Parlamentarier persönlich. «Das wird mir den Start in Bern sicher ein bisschen erleichtern.» Kaum gesagt, musste Arnold bereits da und dort Hände schütteln. Beat Arnold ist nicht nur der erste Urner SVP-Vertreter in Bern, sondern mit 37 Jahren auch der zweitjüngste Urner Nationalrat in der Geschichte. Nur der 1848 gewählte Florian Lusser war jünger. Franz Steinegger war übrigens bei seinem Amtsantritt 1980 einen Monat älter als Arnold.

Kurs für Neugewählte besucht

Auch Josef Dittli sprach von grossem «Respekt». Dittli ist nicht nur der erste liberale Urner Ständerat seit 1927, sondern sitzt auch erstmals in seiner politischen Laufbahn in der Legislative. «Das bedeutet eine grosse Umstellung», glaubt er. «Als Regierungsrat hat man immer einen Stab von Mitarbeitern im Hintergrund. Als Ständerat wird man mehr auf sich allein gestellt sein.» Es werde sicher eine gewisse Anlaufzeit geben, um sich an den Bundesbetrieb zu gewöhnen, so Dittli. Zur Vorbereitung hat er mit 13 weiteren Parlamentariern einen Einführungskurs der ETH Zürich für Neugewählte besucht. «Gerade in internationalen Geschäften oder im Europarecht fehlt mir zum Teil noch Hintergrundwissen. Dank dieses Kurses musste ich nicht alle Wissenslücken im Selbststudium aufarbeiten.»

Josef Dittli und Beat Arnold sitzen bis Ende Mai auch noch im Urner Regierungsrat. «Auf uns wartet eine strenge Zeit», vermutet Arnold. «Das Doppelmandat bedeutet für uns vor allem zusätzlichen Koordinationsaufwand.»

Übernachtung im Hotel

Im Gegensatz zu den Neulingen weiss der Wassner CVP-Mann Isidor Baumann nach bereits vier Jahren im Ständerat, wie der Betrieb in Bundesbern läuft. Deshalb steht er Arnold und ­Dittli mit Rat zur Seite. «Die beiden kamen bereits vor der Session mit Fragen auf mich zu», sagt Baumann. Man kenne sich ja aus der gemeinsamen Zeit im Regierungsrat. «Ich freue mich deshalb sehr auf die neue Zusammensetzung», so Baumann. «Ich denke, dass wir in vielen Fragen zusammenarbeiten werden.» Die drei Urner logieren während der Sessionen in Hotels. «Andere Parlamentarier haben zum Teil Wohnungen hier», sagt Baumann und fügt lächelnd an: «Da mir das Kochen und Putzen nicht so liegt, passt für mich der Aufenthalt im Hotel.»

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