Berufsmatura
Leere Bierflaschen werden zum Video-Game

Drei Berufsmaturanden bringen Bierflaschen so zum Leuchten, dass damit ein Game gespielt werden kann. Sie stellten sich mit dieser Idee grossen Herausforderungen.

Giulia Aschwanden
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Ein wenig ältere Semester dürften sich noch daran erinnern, als die amerikanische Firma Atari 1970 das Video-Spiel Pong herausgab. Das Game, das zunächst in Spielhallen angeboten wurde, ähnelt dem Tischtennis: Mit dem Schläger, einem senkrechten Strich, muss der Ball, der sich zwischen links und rechts bewegt, im Spiel gehalten werden. Ein Film auf Netflix rief dieses Spiel kürzlich wieder in Erinnerung. Und genau von diesem Film liessen sich drei Berufsmaturanden nun zu ihrer Abschlussarbeit inspirieren. Ganze 1130 Stunden feilten Silvan Betschart, Nino Briker und Nico Herger an ihrem Projekt. Aus «Pong» machten sie «Bottle Pong». Denn statt auf einem Bildschirm läuft das Spiel der Absolventen auf einer Matrix aus Bierflaschen, welche jeweils ein LED-Licht enthalten.

Die Berufsmaturanden präsentiere ihre Arbeit: (von links) Nino Briker, Nico Herger, Silvan Betschart.

Die Berufsmaturanden präsentiere ihre Arbeit: (von links) Nino Briker, Nico Herger, Silvan Betschart.

Giulia Aschwanden / Urner Zeitung

Viele Hürden zu überwinden

Mit viel Fleiss und Elan fertigten die jungen Berufsmaturanden eine grosszügige Matrix in Form von 2048 Bierflaschen auf 8 Quadratmeter an. Zusätzlich benutzten die Berufsmaturanden einen Einplatinencomputer namens Raspberry Pi, der mit 32 Microcontrollern verbunden werden sollte. Der gesamte Prozess erwies sich aufgrund der Dimension des Konstruktes aus logistischer Sicht als äusserst aufwendig. Einerseits bestand eine Herausforderung darin, das Gebilde aufzustellen. Diesen Schritt zeigten die präsentierenden Lernenden in einem Zeitraffervideo, umrahmt mit passender ACDC-Musik.

Überdies musste die Matrix von Seedorf nach Altdorf transportiert werden, was dem jungen Trio in der Nacht zwischen 22 Uhr und 4 Uhr nachts gelang. Aus elektrotechnischer Sicht entstanden ebenfalls kleine Probleme, wofür die Lösung schliesslich rechtzeitig drei Tage vor der Präsentation kam. Aus Zeitgründen musste das Ziel abgeändert werden. Dennoch durften die Berufsmaturanden ihr Projekt mit Stolz vor grossem Publikum vorstellen, welches sich begeistert zeigte. Abschliessend wurden verschiedene Wörter an der Matrix eingeblendet. Eindrücklich, zu sehen, wie wenige Ressourcen nötig sind, um wortwörtlich Grosses erreichen zu können. Für ihre Arbeit durften die Absolventen auf viel Unterstützung zählen, etwa von der lokalen Firma Stiär Biär, der Dätwyler sowie einem Sponsoring der Mobiliar.

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