Urner Schwinger absolvieren die beste Saison seit 33 Jahren

33 Mal durften die Urner Schwinger im vergangenen Jahr vor die Ehrendamen treten, so oft wie seit dem Jahr 1985 nicht mehr. Im kommenden Jahr treten sie einheitlicher auf.

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Erfolgreiche Urner Schwinger. (Bild: PD)

Erfolgreiche Urner Schwinger. (Bild: PD)

Durch die Schwinghalle zieht der Duft von gebratenem Fleisch und frischem Sägemehl. Für einmal findet hier nicht ein Training statt, sondern die Saison wird ausgeklungen. Doch wenn einer spricht, werden die stämmigen Männer ruhig: Richard Imholz, Technischer Leiter, führt durch den Abend und macht klar, dass die Athleten sich nicht auf ihren Lorbeeren ausruhen sollten.

In der vergangenen Saison konnten die Urner manche Erfolge realisieren. In einer Mitteilung streicht der Urner Kantonale Schwingerverband (UKSV) dabei die Zahl der erschwungenen Kränze heraus. 33 Mal traten die Urner im vergangenen Jahr vor die Ehrendamen, so oft wie seit 1985 nicht mehr.

Matthias Herger übertrumpft Andi Imhof

Ausserordentliches konnte in diesem Jahr der junge Bürgler Matthias Herger leisten: Gleich sieben Mal liess sich der 23-Jährige das Eichenlaub aufsetzen, darunter auch am Bergkranzfest auf der Schwägalp. Damit übertrumpfte er den Eidgenossen Andi Imhof, welcher mit sechs Kranzerfolgen und einem überlegenen Kranzfestsieg am Ob- und Nidwaldner Kantonalen ebenfalls eine hervorragende Saison zeigte.

Dahinter folgt Stefan Arnold, welcher vier Kränze erschwungen hat. Am Bergkranzfest auf dem Stoos konnte er ganz vorne mitmischen. Auch aufstrebende Kräfte wie Fabian Arnold, welcher am Ob- und Nidwaldner Kantonalschwingfest mit einer starken Leistung glänzte, und Roger Baumann, der mit der Schlussgangteilnahme am eigenen Kantonalschwingfest sowie dem Festsieg am «Sertigschwinget» von sich reden machte, wussten zu überzeugen. Trotz der Erfolge will Richard Imholz nicht auf dem Boden bleiben. Im nächsten Jahr findet das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest in Zug statt. Deshalb müssen das Aufbautraining und die Saison 2019 perfekt verlaufen.

Gestärkt durch neuen Teamgeist

Um auch neben dem Schwingplatz einen starken Auftritt hinlegen zu können, reist der UKSV 2019 in einem einheitlichen Outfit an die Wettkämpfe. Da die Schwinger gemeinsam trainieren, besteht zwischen den verschiedenen Athleten ein starkes Gemeinschaftsgefühl.

Um dieses gegen aussen zu zeigen, wurde eine einheitliche Trainingsjacke hergestellt. Diese bildet einen Teil der Maturaarbeit von David Zanini, Aktivschwinger aus Bürglen. Er entwarf sie und entwickelte ein Konzept, das Sponsoren anlocken soll. Unterstützt wurde das Projekt von den Firmen Gotthard Holzbau GmbH und Putz-Team Gisler GmbH sowie dem Fanclub Schwingerfreunde Andermatt. So will der Urner Kantonale Schwingerverband mit vereinten Kräften und dem Uristier im Rücken in der nächsten Saison wieder ins Wettkampfgeschehen eingreifen. (pd/jb)