Isenthal: Beste Werbung für Tal und Region

Seltene Handwerkskunst, Volksmusik, gepflegte Gastwirtschaft und ein farbenfroher Alpabzug sorgten am Handwerkermarkt für gelungene Unterhaltung und viel Publikum.

Georg Epp
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Der Alpabzug war einmal mehr der absolute Höhepunkt des Isenthalter Handwerksmarkts. (Bild: Georg Epp, Isenthal, 23. September 2018)

Der Alpabzug war einmal mehr der absolute Höhepunkt des Isenthalter Handwerksmarkts. (Bild: Georg Epp, Isenthal, 23. September 2018)

Bereits zum 9. Male ging im Bergdorf Isenthal der immer beliebter werdende Handwerkermarkt über die Bühne. Über 1000 Besucherinnen und Besucher amüsierten sich über uraltes Handwerk und interessierten sich fürs «Schindlämachä», «Heugarnmachä», «Tryychlämachä», «Tryychläriämästickä«, «Chorbä», «Sägessädängälä«, «Schnitzä», «Stüüdägarbämachä», für Bierbraukunst und Handwerk im Wald, aber auch für musikalische Unterhaltung sowie «hiäsigi» Spezialitäten an den Verkaufsständen, in den Restaurants und Verpflegungsständen.

Das Publikum konnte in Isenthal auch selber Hand anlegen. (Bild: Georg Epp, Isenthal, 23. September 2018)

Das Publikum konnte in Isenthal auch selber Hand anlegen. (Bild: Georg Epp, Isenthal, 23. September 2018)

Begehrt waren zudem Degustationen der Spezialitäten wie Alpkäse, Würste oder auch Backwaren. Auch der Urner Tee und das Schnapskaffee von Kaminfeger Odermatt fanden anlässlich des Isenthaler Markts grossen Zuspruch. Höhepunkt des Anlasses ist und bleibt der Alpabzug aus dem Grosstal, der um 14.00 Uhr fast zu schnell am Markt vorbeimarschierte.

Marktständebetreuer nicht neu motivieren

«Das Wochenende hat einmal mehr gezeigt, dass das Dorf Isenthal lebt», erklärte Ruedi Bissig, Hotelier und Präsident von Isenthal Tourismus, nach Abschluss der diversen Veranstaltungen. «Am Samstag ging die Älplerkilbi für Musik- und Tanzbegeisterte über die Bühne, und am Sonntag folgte der traditionelle Handwerkermarkt mit Alpabzug. «Der Markt ist nur dank grosser ehrenamtlicher Unterstützung der einheimischen Standbetreiber möglich», betonte Bissig. «Man muss die 28 Standbetreiber aber nicht Jahr für Jahr neu motivieren, die Leute sind sehr offen für diese Sache und machen das für Isenthal immer wieder gerne.»

«Der Anlass ist eine gute Sache und bringt der Region sehr viel», meint auch Sepp Gabriel von der Tourismusregion Klewenalp, die den Anlass mit ihrem Marketing unterstützt. Gabriel lobte die sehr gute Zusammenarbeit mit Isenthal Tourismus. Ruedi Bissig ist auch dankbar, dass die ÖV-Betreiber Klewenalpbahn, Auto AG Uri (Postauto), und SGV den Handwerkermarkt Jahr für Jahr unterstützen.

Auch Volksmusik durfte im Programm nicht fehlen. (Bild: Georg Epp, Isenthal, 23. September 2018)

Auch Volksmusik durfte im Programm nicht fehlen. (Bild: Georg Epp, Isenthal, 23. September 2018)

Gäste konnten selber Hand anlegen

Unter den Besuchern waren zahlreiche Kinder und Jugendliche. An sechs Stationen konnte man selber Hand anlegen und üben, wie zum Beispiel bei der Bürgergemeinde das Walsägen oder das «Schnätzesel-Schnitzä» oder das Basteln mit Leder. Für Hedi Imhof war es fast zu schönes Wetter, um ihre Strickwaren zu verkaufen. Sie freute sich, dass das «Lismä» wieder beliebter wird. Seit der Schulzeit fasziniert sie das «Stricken», und sie erzählt, dass sie in der Schule immer die Bestnote 6 im «Lismä» erhalten habe. Grosses Interesse zeigten die Besucher am Korbflechten oder Holzblumenschnitzen bei Walter Tresch, und andere interessierten sich für die Betriebe von Holzbildhauer Peter Bissig, warfen einen Blick in die Schreinereien von Beat Arnold und Peter Bissig oder besuchten den Landwirtschafts- und Schreinereibetrieb Kempf.

«Das Gezeigte ist kein Kitsch. Es lohnt sich wirklich, hier vorbeizukommen», meinte etwa Marktbesucherin Maria Stucki aus Erstfeld. Andere Passanten amüsierten sich an einem Postkartenspruch von Bruno Imholz: «Wenn Gott den Himmel nicht hätt’, so würde er im Isenthal wohnen». So oder so: Der Anlass war einmal mehr beste Werbung für Isenthal und die ganze Region Klewenalp.