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Besucher staunen über die Arbeitsvielfalt in der SBU

Die Stiftung Behindertenbetriebe Uri (SBU) ist auch nach 48 Jahren erfolgreich in Bewegung. In Schattdorf überzeugte sich eine grosse Besucherzahl am Samstag davon, dass die Menschen mit einer Behinderung sehr gut betreut werden.
Georg Epp
Die Besucher zeigen am Tag der offenen Tür grosses Interesse an der Arbeit und am Alltag der Menschen mit Behinderung. (Bild: Georg Epp, Schattdorf, 27. Oktober 2018)

Die Besucher zeigen am Tag der offenen Tür grosses Interesse an der Arbeit und am Alltag der Menschen mit Behinderung. (Bild: Georg Epp, Schattdorf, 27. Oktober 2018)

Wer hätte im Jahre 1970 gedacht, dass die damalige Eingliederungswerkstätte, sich bis ins Jahr 2018 zu einem der grössten Betriebe im Kanton Uri entwickeln würde? Damals bestand diese aus einem Werkstattchef und einer Arbeitsgruppe. Heute beschäftigt die Stiftung Behindertenbetriebe Uri (SBU) rund 170 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, 180 Menschen mit Behinderung werden mit viel Fachwissen und Herzblut betreut. Die Stimmung ist überall ausgezeichnet. Viele freuten sich am vergangenen Samstag, ihren Arbeitsplatz und das ganze Umfeld in der SBU zu zeigen.

Über den Grossaufmarsch der Bevölkerung freute sich auch Thomas Kenel, der neue Geschäftsleiter der Stiftung Behindertenbetriebe Uri. Seit rund 100 Tagen ist er im Amt und ist begeistert von seiner neuen Tätigkeit. «Ich muss mich nicht motivieren, zur Arbeit zu gehen», sagte er. «Die Offenheit und die Dankbarkeit der behinderten Menschen ist toll, sie geben einem sehr viel zurück. Mein Vorgänger Alex Christen hat ein gutes Fundament gelegt, dafür bin ich ihm sehr dankbar.»

Es braucht Engagement für eine gute Auslastung

Mitten auf dem Rundgang begegneten sich auch der abgetretene Geschäftsleiter Alex Christen und Thomas Kenel. In den Werkstätten bestaunten die Besucherinnen und Besucher die grosse Vielfalt an Tätigkeiten, die die Menschen mit Behinderung mit viel Freude anpacken.

Der abgetretene und der neue Geschäftsleiter der SBU, Alex Christen (rechts) und Thomas Kenel, strahlen am Tag der offenen Tür um die Wette. (Bild: Georg Epp, Schattdorf, 27. Oktober 2018)

Der abgetretene und der neue Geschäftsleiter der SBU, Alex Christen (rechts) und Thomas Kenel, strahlen am Tag der offenen Tür um die Wette. (Bild: Georg Epp, Schattdorf, 27. Oktober 2018)

«Im Moment ist die Auslastung gut, aber es braucht immer grosses Engagement, genügend geeignete Arbeiten bereitzustellen», sagte Thomas Kenel. Der diesjährige Tag der offenen Tür stand unter dem Motto «Wohnä, Schaffä, Läbä». In der SBU war auf eindrückliche Art der ganzheitliche Ansatz zu sehen, der Menschen mit Behinderung geboten wird. Überall spürt man das Ziel, die Förderung der Lebensqualität von Menschen mit einer Behinderung mittels eines Angebotes an Arbeits-, Beschäftigungs- und Wohnmöglichkeit und durch soziale Eingliederung in die Gesellschaft zu verbessern.

Mit sehr viel Interesse besichtigten die Besucherinnen und Besucher auch das Tagesatelier, die Ambulante Psychiatrie, die Tagesklinik, das neue Wohnhaus Bristen, die Wäscherei oder den Snoezelraum. Das Wetter war geradezu ideal für einen Besuch, nur fürs Ponyreiten der Kinder war es etwas kühl und nass.

Der Tag der offenen Tür ist immer auch ein Fest für alle Beteiligten. Unter den Klängen der Ländlerformation «Echo vo änä durä» tanzt die 98-jährige Margrith Zgraggen mit Clara Schürpf. (Bild: Georg Epp, Schattdorf, 27. Oktober 2018)

Der Tag der offenen Tür ist immer auch ein Fest für alle Beteiligten. Unter den Klängen der Ländlerformation «Echo vo änä durä» tanzt die 98-jährige Margrith Zgraggen mit Clara Schürpf. (Bild: Georg Epp, Schattdorf, 27. Oktober 2018)

Mit guter Laune und Fröhlichkeit strahlten die behinderten Menschen und zeigten ihre Zufriedenheit über ihre Situation und ihre zugewiesene Arbeit. Mit berechtigtem Stolz präsentierten sie ihre Tätigkeiten und überall staunten die Besucher. «Unglaublich, was die Mitarbeiter der SBU alles herstellen, wie vielseitig die Arbeitsplätze angeboten werden können», war immer wieder zu hören. Die Vielfalt der Tätigkeiten ist mit der SBU-Kartenkunst über Verpacken von Industrieprodukten, Holzbearbeitung, Mikroverfilmung, Lingerie oder mechanische Bearbeitung sehr gross.

Behinderte wollen Akzeptanz und nicht Mitleid

Die Identifikation der Urner Bevölkerung mit der Behindertenorganisation SBU ist in geistiger und materieller Hinsicht nach wie vor überlebensnotwendig. Heute weiss man, dass Menschen mit einer Behinderung Akzeptanz wollen und nicht Mitleid. Eine gute Integration in der Gesellschaft hilft ihnen am meisten, den Alltag zu bewältigen, denn integriert sein heisst, dass man dazugehört.

Voll beschäftigt war auch Clown Mr. Balloni mit der Herstellung von Ballonsujets für die Kinder. (Bild: Georg Epp, Schattdorf, 27. Oktober 2018)

Voll beschäftigt war auch Clown Mr. Balloni mit der Herstellung von Ballonsujets für die Kinder. (Bild: Georg Epp, Schattdorf, 27. Oktober 2018)

Der Kanton Uri hilft Menschen mit einer Behinderung sehr stark. Grosse Unterstützung gibt es auch von den verschiedenen Partnerorganisationen wie Insieme Uri, Selbstvertretung Uri, Procap, Stiftung Papilio oder Pro Audito Uri. Sie tragen viel zu einer guten Lebensqualität bei. Die Organisationen bereicherten den Tag der offenen Tür in der SBU. Die Ländlerformation «Echo vo änä durä» im Restaurant Windrad, DJ Eugen und musikalische Einlagen vom Mitarbeitenden sorgten im Haus Bristen für echte Feststimmung in der SBU. Voll beschäftigt war auch Clown Mr. Balloni mit der Herstellung von Ballonsujets für die Kinder.

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