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Bevölkerung zeichnet Bild von heute für morgen

Schützengasse-Benützer werden aufgefordert, Texte aufzuschreiben, die auch für spätere Generationen noch von Interesse sein sollen. Sie werden in einer Zeitkapsel vergraben.
Nach der Renovation der Schützengasse wird im Bereich vor dem Theater Uri unter der neuen Pflästerung eine Zeitkapsel mit Texten von Benützern eingegraben. (Bild: Angel Sanchez (Altdorf, 21. Juli 2018)

Nach der Renovation der Schützengasse wird im Bereich vor dem Theater Uri unter der neuen Pflästerung eine Zeitkapsel mit Texten von Benützern eingegraben. (Bild: Angel Sanchez (Altdorf, 21. Juli 2018)

Die Erneuerung der Schützengasse und der unteren Hellgasse in Altdorf wird Ende September abgeschlossen. Die Bauarbeiten entlang der historischen Gebäude waren aufwendig, und es kamen auch Spuren aus der Vergangenheit zum Vorschein. So wurden zum Beispiel Überreste des Dorfbachvorgängers und verrostete Wasserleitungen gefunden. Nun sind die Wasser- und Abwasserleitungen, die Stromschächte und die Kommunikationskanäle wieder für die nächsten Generationen auf dem neuesten Stand gebracht worden. Die Bauherrschaft hat sich entschlossen, anlässlich einer Feier am Samstag, 6. Oktober, eine Zeitkapsel einzubauen.

Die Schützengasse ist ein sehr begangener, belebter Raum im Altdorfer Dorfkern. Tagtäglich treffen sich Menschen und erzählen sich dies und das. Die Bauherrschaft will einen Ausschnitt dieser Erzählungen festhalten und für zukünftige Generationen sichern. Sie tut dies mit dem Versenken einer Zeitkapsel im Bereich des Tellspielhauses.

Zirka 700 Buchstaben und Leerzeichen

Den Inhalt dieser «Büchse» bestimmen die Benützerinnen und Benützer der Schützengasse. Die Idee dahinter besteht darin, Texte aufzuschreiben, die auch für spätere Generationen noch von Interesse sein sollen. Es sind alle eingeladen, Beiträge für die Zeitkapsel zu verfassen. Zu diesem Zweck stehen zirka 700 Buchstaben und Leerzeichen zur Verfügung, um eine Gegebenheit, ein Ereignis oder eine Geschichte in die Zukunft zu retten: Was möchte ich aus ganz persönlicher Sicht späteren Generationen mitteilen? Welche Meldungen oder Vorkommnisse aus der Kultur, der Politik, des Sports sind für mich so wichtig, dass in 50 Jahren oder noch später jemand davon begeistert sein könnte? Auch Mutmassungen über das Leben in 100 Jahren und Zukunftsvisionen können eingesandt werden.

Am Markstand der Uri Tourismus AG liegen am 1. August vor dem Tellspielhaus Karteikarten auf. Zudem steht eine Urne bereit, in die das Aufgeschriebene eingeworfen werden kann. Zudem wird auf der Website der Gemeinde (www.altdorf.ch) unter News & Events ein Eingabeformular aufgeschaltet. Am Schalter der Bauabteilung der Gemeinde im Fremdenspital liegen die Karten ebenfalls auf. Beiträge können bis am 15. August eingereicht werden. Die Eingaben werden in ein Dokument übertragen und in die Zeitkapsel eingeschlossen. Alle eingelegten Beiträge werden zudem auf der Website der Gemeinde Altdorf veröffentlicht.

Luft- und wasserdicht verschlossen

Die Zeitkapsel wird nicht von Historikern und Soziologinnen gefüllt. Durch das Mitmachen der Bevölkerung entsteht ein Bild des Heute und gleichzeitig ein Zeitdokument für Benützerinnen und Benützer der Schützengasse von morgen oder übermorgen. Der Behälter wird luft- und wasserdicht verschlossen, um den Inhalt für einen längeren Zeitraum zu schützen. Dringt dennoch Feuchtigkeit in die Kapsel, würden die Dokumente Schaden nehmen. Deshalb werden die eingereichten Texte auf handelsübliches Kopierpapier gedruckt und anschliessend vakuumiert.

Die Kapsel weist ungefähr 20 Zentimeter Durchmesser und eine Länge von zirka 50 Zentimetern auf. Auf dem Deckel wird eine Aufschrift eingraviert: «Schützengasse 2018 | Dokumente für die Zukunft | vorsichtig öffnen». Die Zeitkapsel wird im Bereich des Eingangs des Theaters Uri im Boden versenkt und die Pflästerung darüber eingebaut. (red)

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