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«Bewusst nur sanfte Sanierung geplant»

Nachgefragt
Andreas Deschwanden ist Leiter der Geschäftsstelle der SAC-Sektion Pilatus. (Bild: PD)

Andreas Deschwanden ist Leiter der Geschäftsstelle der SAC-Sektion Pilatus. (Bild: PD)

Andreas Deschwanden, was macht die Faszination der entlegenen Hüfihütte aus?

Die Faszination beginnt mit dem Eintritt ins Maderanertal, das man von Amsteg aus über eine kurvenreiche Bergstrasse erreichen kann. Diese steigert sich auf einer Wanderung durch den wilden Talkessel, entlang von unzähligen Wasserfällen bis zum steilen, gut erschlossenen Aufstieg zur Hütte hoch über dem Tal. Umgeben vom Panorama mächtiger Urner Gipfel überrascht schliesslich der Blick auf den nahen Hüfigletscher. Die Hüfi­hütte ist in fünf Stunden ab Bristen und in sechs bis sieben Stunden über die Windgällen­hütte erreichbar und frei von jeglichem Massentourismus. Die «Hüfi» bietet hochalpines Ambiente, ohne einen Gletscher zu queren.

Was sind die Herausforderungen beim Bauen am Berg?

Der Zugang und das Wetter: Baumaterial und Bauleute werden mit Helikoptern transportiert. Die Hütte hat ja keinen Autobahnanschluss (lacht). Die nötige Logistik erfordert von allen Beteiligten Sorgfalt und Flexibilität. Die Bautätigkeiten am Berg sind stark von der Witterung abhängig. Ein Wintereinbruch kann die Arbeiten massiv verzögern.

Stehen Kosten und Nutzen einer Erneuerung in einem vertretbaren Verhältnis?

Definitiv! Mit der sanften Erneuerung bleibt die Hüfihütte eine einfache Bergunterkunft mit leicht gesteigertem Komfort für Gäste und Personal. Wir haben konsequent eine sanfte Sanierung geplant – auch um die Kosten tief zu halten.

Macht die Erhaltung einer Hütte abseits der grossen Wanderrouten überhaupt noch Sinn?

Meines Erachtens ist die Hüfihütte nur schon architektonisch ein besonderes Erlebnis alpiner Baukultur. Der massive Kalksteinbau auf 2334 Metern gilt als Klassiker unter den SAC-Hütten der Vorkriegszeit. Der SAC Pilatus zeigt mit ihrer Erhaltung Solidarität mit den anderen Sektionen des SAC Schweiz. Als Non-Profit-Organisationen unter- halten und betreiben diese ­Sektionen insgesamt 152 SAC-Hütten in der Schweiz. (red)

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