BIATHLON: Biathlon-Nachwuchs ist gut in Form

Mit drei zweiten und drei dritten Plätzen am Biathlon Swiss Cup am vergangenen Wochenende im Südschwarzwald zeigten die Loipenjäger aus dem Urserntal, dass mit ihnen in Zukunft zu rechnen ist.

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Von links: Tanja Bissig, Elias Kägi, Samuel Kägi und Simon Ehrbar. (Bild: PD (Schwarzwald, 29. Januar 2017))

Von links: Tanja Bissig, Elias Kägi, Samuel Kägi und Simon Ehrbar. (Bild: PD (Schwarzwald, 29. Januar 2017))

Eröffnet wurde der Podestreigen am Notschrei im Südschwarzwald am Samstag durch den Andermatter Samuel Kägi. Im Sprint-Wettbewerb über 7,5 Kilometer klassierte sich das 15-jährige Nachwuchstalent auf dem hervorragenden 3. Platz der Kategorie Elite Jugend 1 (U 17). Mit dieser Leistung demonstrierte der jüngste in der Kategorie Elite startende Urner seinen älteren Teamkollegen für einmal die Essenz des Biathlons.

Mit fehlerfreiem Liegendschiessen und nur einem Fehler im Stehendanschlag gehörte er zu den besten Schützen im Feld. Das zahlte sich aus. Obwohl nicht der Schnellste in der Loipe, reichte ihm das hervorragende Schiessergebnis für den Sprung auf den dritten Podestplatz.

Schnell in der Loipe, fehlerhaft am Schiessstand

Ganz im Gegensatz zu seinen beiden älteren Teamkollegen Elias Kägi und Simon Ehrbar. Beide gehörten zwar zu den schnellsten auf der Strecke, doch patzten sie am Schiessstand. In der Kategorie Jugend 2 (U 19) startete Samuels Bruder Elias mit nur einem Fehler im Liegendanschlag zwar viel versprechend. Im Stehendanschlag zerschlugen sich jedoch mit nur einem Treffer sämtliche Hoffnungen auf einen Podestplatz – es resultierte ein 8. Rang.

Simon Ehrbar wiederum verzeichnete bei den U 17 sowohl im Stehend- wie im Liegendanschlag je zwei Fehler. Zu viele für einen Platz auf dem Podest, wie sich im Ziel herausstellte. Immerhin erreichte er den respektablen 4. Rang.

Dank fulminanter Aufholjagd auf das Podest

Im Verfolgungswettkampf am Sonntag startete Samuel Kägi mit zwei soliden Liegendschiessen fulminant und befand sich vor dem Stehendanschlag auf der aussichtsreichen vierten Position. Ganz im Gegensatz zu Simon Ehrbar. Mit nur fünf von zehn möglichen Treffern, fand er sich nach den Liegendanschlägen zwischenzeitlich auf der ungewohnten viertletzten Position wieder. In den letzten zwei Runden drehte er aber gewaltig auf. In der Loipe rollte er das Feld richtiggehend auf und nahm seinen direkten Kontrahenten rund eine Minute ab. In einem äusserst spannenden Endspurt erreichte er Platz drei.

Im Gegensatz zu ihm haderte Samuel Kägi im Stehendschiessen mit sich selbst. Nach dem guten Start im Liegendanschlag verschoss er stehend gleich sechs Mal. Am Schluss ging er als Sechster durchs Ziel. Ein kleiner Trost: Er war damit bester seines Jahrgangs 2001. In der Kategorie U 19 wiederum zeigte Elias Kägi nach verpatztem Schiessen am Samstag, dass auch er trifft. Mit 16 von 20 möglichen Treffern, gehörte er zu den besten Schützen. Belohnt wurde er mit Rang drei.

Abgerundet wurden die guten Urner Leistungen durch zwei zweite Plätze der C-Kader-Biathletin Tanja Bissig in der Kategorie Damen. Es muss allerdings erwähnt werden, dass das Starterinnenfeld in dieser Kategorie aufgrund zahlreicher Abwesender lediglich aus zwei Athletinnen bestand. (red)