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Biathlon-Cracks tanken in Realp Urner Bergluft

Die Schweizer Biathlon-Nationalmannschaft absolviert momentan ein Trainingslager im Urserntal. Dabei holen sich die Athleten den letzten Schliff für die Weltmeisterschaft im schwedischen Östersund, die am 6. März beginnt.
Urs Hanhart
Trainingslager der Biathlon-Nati in Realp. Die WM-Starter holten sich den letzten Schliff für Östersund. (Bild: Urs Hanhart, 26. Februar 2019)

Trainingslager der Biathlon-Nati in Realp. Die WM-Starter holten sich den letzten Schliff für Östersund. (Bild: Urs Hanhart, 26. Februar 2019)

Im Bereich des Biathlon-Schiessstands in Realp herrschte am Dienstagvormittag, 26. Februar Hochbetrieb. Etwa im Zwei- oder Drei-Minuten-Takt erschienen dort alles gleich gekleidete Athleten und nahmen mit ihren Kleinkalibergewehren die Scheiben ins Visier.

Kritisch beobachtet wurden die Schiesseinlagen vom Schweizer Nationaltrainer Jörn Wollschläger. Mit Hilfe eines Fernrohrs konnte er gleich eine erste Analyse vornehmen und den Athleten beim Verlassen des Standes mit einer Tafel das Schussbild anzeigen.

Kurzfristig für Realp entschieden

Das für die Weltmeisterschaft im schwedischen Östersund selektionierte Schweizer Männer-Quintett mit Mario Dolder, Jeremy Finello, Martin Jäger, Benjamin Weger und Serafin Wiestner sowie ihr Trainer weilt schon seit einigen Tagen im Urserntal. Untergebracht sind sie in zwei WG-Wohnungen in Realp. «Ursprünglich wollten wir die unmittelbare WM-Vorbereitung in Hochfilzen absolvieren. Aber wir haben dann kurzfristig umdisponiert und uns für Realp entschieden», verriet Wollschläger und fügte an:

«Wir haben schon früher sehr gute Erfahrungen mit Realp gemacht. Zurzeit profitieren wir von hervorragenden Bedingungen.»

In den letzten Jahren holten sich die Schweizer Athleten den letzten Schliff für die WM jeweils auf der Lenzerheide. Diesmal geht man also andere Wege. «Wir wollten etwas Neues ausprobieren. Nach dem sehr anstrengenden Übersee-Trip mit Weltcup-Rennen in Kanada und den USA waren zudem alle froh, dass sie einen relativ kurzen Anfahrtsweg ins Trainingslager hatten. Das war zweifellos eine richtige Entscheidung.»

Besonders im Winter ein gutes Trainingsgebiet

Die Biathlon-Anlage in Realp wird von den Schweizer Spitzenathleten recht häufig genutzt. «Für uns ist das Urserntal ein sehr gutes Trainingsgebiet, insbesondere im Winter. Nicht zuletzt auch deshalb, weil wir vom Bundesamt für Sport sehr gut unterstützt werden. Wir können zum Beispiel verschiedene Schiessstand-Anläufe simulieren», sagte der Trainer. «Für das Sommertraining ist die Rollskibahn jedoch zu flach angelegt. Deshalb müssen wir für komplexere Trainings auf andere Anlagen ausweichen.»

Der rund einwöchige Trainingsaufenthalt wird am Samstag, 2. März, mit einem Testrennen abgeschlossen. Am Montag, 4. März, erfolgt dann die Anreise nach Mittelschweden, wo vor dem ersten WM-Rennen noch einige Tage für die Akklimatisation bleiben.

Wollschläger zur Zielsetzung beim Stelldichein der Weltelite im hohen Norden: «Benjamin Weger ist im Weltcup mehrfach in die Top Ten gelaufen. Wenn alles zusammenpasst, ist für ihn sehr viel möglich. Die anderen Athleten haben durchaus das Potenzial, unter die besten 20 oder gar 15 vorzustossen. Und im Staffelrennen haben wir eine Top-Sechs-Platzierung im Visier.»

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