BIENEN: Urner Regierung überlässt dem Bund die Verantwortung

Weder Imker noch die Bienen erhalten in Uri spezielle Unterstützung der Regierung. Die nationale Gesetzgebung reiche aus, so die Begründung.

Florian Arnold
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Laut dem Regierungsrat erhalten die Urner Imker bereits heute gute Hilfeleistungen, zum Beispiel bei Seuchen und Krankheiten. (Bild Florian Arnold)

Laut dem Regierungsrat erhalten die Urner Imker bereits heute gute Hilfeleistungen, zum Beispiel bei Seuchen und Krankheiten. (Bild Florian Arnold)

Die Urner Regierung ist gegen ein Gesetz, dass den Schutz und die Förderung von Bienen in Uri speziell regelt. Dies hatte Christoph Schillig (Grüne Uri) in einem Postulat gefordert. Zurzeit bestehe kein Handlungsbedarf. Die Haltung und die Gesundheit der Bienen müsse schweizweit betrachtet werden. Den gesetzlichen Rahmen habe deshalb der Bund vorzugeben. «Sollte sich daraus für den Kanton Uri Handlungsbedarf ergeben, ist die Regierung bereit, entsprechende Anpassungen vorzunehmen», heisst es in der Antwort auf den Vorstoss.

«Bestände reichen aus»

Die Urner Landwirtschaft sei nicht auf Obstbau ausgerichtet. «Während in Kantonen mit hohen Beständen an Obstbäumen und Ackerkulturen die Bienenpopulation wesentlich für eine qualitativ gute Bestäubung der Kulturpflanzen ist, dürfte die heutige Anzahl von Bienenvölkern im Kanton Uri ausreichend sein. Die Regierung würde es als unverhältnismässig erachten, etwa abweichende Regelungen zum Pflanzenschutzmitteleinsatz für Uri zu verfügen.

Allgemein geniesse die Imkerei in Uri grosse Aufmerksamkeit, hält der Regierungsrat fest. Deshalb sei es nicht nötig, den Imkern finanziell unter die Arme zu greifen. Gute Aus- und Weiterbildung der Imker sei durch das professionalisierte Bieneninspektorat der Urkantone gewährleistet.