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BILDUNG: Die Probleme sind vielschichtig

Überlastung und fehlende Anerkennung waren 2016/17 die Hauptthemen des Schweizerischen Lehrervereins. Der Verein Lehrerinnen und Lehrer Uri (LUR) streifte an der DV aber noch weitere Probleme.
Robi Kuster
Die Vereinsleitung des LUR mit dem abgetretenen Inspektor; von links: Karin Arnold, Beatrice Gwerder, Patricia Fux, Margrit Planzer, Theres Planzer-Dauwalder, Beni Furrer, Sepp Wipfli und Beat Spitzer. (Bild: Robi Kuster (Altdorf, 25. September 2017))

Die Vereinsleitung des LUR mit dem abgetretenen Inspektor; von links: Karin Arnold, Beatrice Gwerder, Patricia Fux, Margrit Planzer, Theres Planzer-Dauwalder, Beni Furrer, Sepp Wipfli und Beat Spitzer. (Bild: Robi Kuster (Altdorf, 25. September 2017))

Robi Kuster

redaktion@urnerzeitung.ch

Die Hauptthemen des LUR waren 2016/17 das Schulleiterreglement, das Dienstaltersgeschenk bei der Stiftung Papilio, die Masterausbildung, die Beitragserhöhung beim nationalen Dachverband LCH und beim LUR, Lohnforderungen sowie die Besetzung der Vereinsleitung. Präsident Sepp Wipfli begrüsste am Montag die abgeordneten Lehrpersonen in der neuen Aula des Berufs- und Weiterbildungszentrums (BWZ) Uri zur 24. DV des LUR.

Die Themen waren vorgängig den Delegierten schriftlich abgegeben worden, um die Versammlung nicht unnötig in die Länge ziehen zu müssen. Wie diesem Bericht entnommen werden konnte, war das Verhältnis zwischen Schulrat und Schulleitung nicht überall klar geregelt. Dies führte zu Unstimmigkeiten, zur Kündigung von Schulleitungen und zu Krankmeldungen. Das Problem sei auch Bildungsdirektor Beat Jörg bekannt, heisst es im Bericht. Letzterer wurde von David Zurfluh vertreten.

Dienstjahre bei Wechsel anrechnen

Bezüglich Dienstaltersgeschenk bei Papilio stellte die Vereinsleitung einen Antrag: Beim Wechsel von der Volksschule zu Papilio oder in andere Institutionen und umgekehrt sollen die Dienstjahre angerechnet werden. Dies war bis anhin nicht der Fall, da unterschiedliche Arbeitgeber betroffen seien, so die frühere Begründung. Papilio leiste einen wichtigen Beitrag im Schulwesen und sei auf erfahrene Fachkräfte angewiesen, lautete die Begründung zuhanden der DV. Die Delegierten stimmten dem Antrag zu.

Zu Diskussionen unter den Lehrpersonen hatte auch die Masterausbildung geführt. Man befürchtet, dass damit viele nicht mehr den Lehrerberuf wählen könnten. Die Qualität des Unterrichts hänge nicht von einer Masterausbildung ab, meinte die Vereinsleitung im Bericht.

Kleine Schülerzahl für Wirtschaft/Haushalt

An der DV wurde auch ein Antrag von den AHW-Lehrpersonen betreffend Klassengrösse im Fachbereich Wirtschaft/Haushalt vorgelegt. Statt wie bisher 14 Schüler sollen neu 12 respektive 9 in einer Küche mit 4 respektive 3 vorhandenen Kombinationen eingeteilt werden dürfen. Der Antrag wurde gutgeheissen, mit der Hoffnung auf Gehör.

Höhere Mitgliederbeiträge werden gutgeheissen

Dem LUR droht ein finanzielles Loch. Um dies zu verhindern, machte die Vereinsleitung einen Doppelvorschlag zur Beitragserhöhung. Die Beiträge sollen sofort um 10 Prozent erhöht werden. Bei gleichen Beiträgen müsste bei einer kritischen Grenze im Vereinskonto die Erhöhung von der Vereinsleitung beschlossen werden. Ziel sei ein ausgeglichenes Budget, so die Begründung. Bei gleichbleibenden Beiträgen hätte ein Minus von 6000 Franken resultiert, bei einer Erhöhung ein Plus von 50 Franken. Die Delegierten stimmten der sofortigen Erhöhung um 10 Prozent zu, da sie ja ohnehin bevorstehe. Die Rechnung 2016/17 schloss mit einem Verlust von 1700 Franken. Dem Jahresbericht ist auch zu entnehmen, dass die Schülerzahlen an der Musikschule markant rückläufig sind. Es gebe aber mögliche Synergien zwischen Musikschule und Gemeinden. Rückgänge verzeichnete auch das Kollegi. Nur 10 Prozent der Urner Schüler würden die Matura machen, so Daniel Tinner im Jahresbericht. Mit nur drei ersten Kollegiklassen könnten einzelne Schwerpunktfächer nicht mehr angeboten werden.

Ein Sitz im Vorstand nicht besetzt

2018 soll sich eine Arbeitsgruppe wiederum mit dem bei Schulräten und Gemeinden durchgefallenen Schulleiterreglement befassen. Von den Lohnforderungen des LCH blieb nicht viel übrig. Die Unterschiede sind gross. Uri befindet sich im Vergleich zu den anderen Innerschweizer Kantonen im Mittelfeld. Die Vereinsleitung wird weiterhin die Lohndiskussion im Programm behalten. Auch die Entwicklung der Pensionskasse müsse beachtet werden, da der Umwandlungssatz im Sinkflug sei, so Sepp Wipfli. Ein weiteres Thema sei für ihn die Präsidiumsnachfolge. Für den aus der Vereinsleitung ausscheidenden Beni Furrer konnte Kevin Müller gewählt werden, für Margrit Planzer wurde hingegen noch kein Ersatz gefunden. Der Präsident dankte zum Schluss dem pensionierten Schulinspektor Beat Spitzer, dem er in all den Jahren ein gutes Einvernehmen mit dem LUR attestierte.

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