BILDUNG: Homeschooling: Uri zieht nach

In vielen Kantonen ist es den Eltern mit entsprechender Ausbildung möglich, ihre Kinder zu Hause zu unterrichten. Der Kanton Uri hingegen hinkt in Sachen «Homeschooling» noch immer hinterher. Das soll sich nun ändern.

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Der Urner Erziehungsrat will griffigere Grundlagen für «Homeschooling» schaffen. (Bild: Boris Bürgisser (17.10.2016))

Der Urner Erziehungsrat will griffigere Grundlagen für «Homeschooling» schaffen. (Bild: Boris Bürgisser (17.10.2016))

Zwar besteht laut Schulgesetz die Möglichkeit, Kinder in Ausnahmesituationen – etwa bei schwerer Krankheit oder psychischen Problemen – vorübergehend zu Hause zu beschulen. Für Eltern, die ihre Kinder aus anderen Gründen und dauerhaft zu Hause unterrichten möchten, fehlt jedoch eine gesetzliche Grundlage.

Das soll sich nun ändern, wie Christian Mattli, Generalsekretär der Bildungs- und Kulturdirektion, auf Anfrage unserer Zeitung sagt. Aufgrund mehrfacher Anfragen nach Homeschooling habe sich der Erziehungsrat entschieden, hierzu sowie vor allem für den Bereich der Privatschulen griffigere Grundlagen zu schaffen. Dazu wurde eine Projektgruppe aus Mitgliedern des Erziehungsrats, des Urner Lehrerverbands, des Schulleiterverbands, aus Gemeinde- und Schulräten unter der Leitung von Mattli ins Leben gerufen. Die wird mögliche Bewilligungskriterien und -verfahren evaluieren und sich in diesem Zusammenhang auch in anderen Kantonen schlaumachen. Bis zum Sommer soll ein Bericht vorliegen, der im Herbst in die Vernehmlassung gehen kann. Sollte auch eine Gesetzesanpassung nötig sein, würde diese im Frühling 2018 dem Landrat unterbreitet. «Damit wir Anfragen nach Homeschooling wenn möglich ab Beginn des Schuljahrs 2018/19 mit einer griffigeren Grundlage beantworten können», erklärt Mattli. (eca)