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BILDUNG: Jetzt ist auch im Kanton Uri der Kindergarten Pflicht

Ab dem kommenden Schuljahr ist der Besuch von einem Jahr Kindergarten auch im Kanton Uri obligatorisch. Zudem sind die Gemeinden verpflichtet, allen Kindern den Besuch eines zusätzlichen, freiwilligen Jahres vor dem Eintritt in den obligatorischen Kindergarten zu ermöglichen.
Die Entwicklung des Besuchs des zweijährigen Kindergartens im Kanton Uri. (Bild PD)

Die Entwicklung des Besuchs des zweijährigen Kindergartens im Kanton Uri. (Bild PD)

Die ersten Schweizer Kindergärten entstanden vor gut 150 Jahren als private Institutionen. Der erste Kindergarten im Kanton Uri wurde 1864 in Altdorf eröffnet. Mit der Eröffnung eines Kindergartens im Jahr 1889 war Erstfeld die zweite Gemeinde, die sich die Institution Kindergarten leistete. Im Jahre 1909 eröffneten mit Andermatt und Göschenen gleich zwei Gemeinden einen Kindergarten. 1923 kam Flüelen als fünfte Gemeinde dazu.

Sechs Gemeinden führten im Schuljahr 1979/1980 noch keinen Kindergarten. Zu diesem Zeitpunkt wurde der Wanderkindergarten (1 Tag Kindergarten pro Woche) als private Institution gegründet. Die Trägerschaft übernahm die Gemeinnützige Gesellschaft. Der Kanton sicherte eine weitgehende Subventionierung vertraglich zu. Angeschlossen waren die Gemeinden Realp, Hospenthal, Isenthal und Bauen. Ab dem Schuljahr 1988/89 führte auch Spiringen einen Wanderkindergarten und im Schuljahr 1992 /93 trat Unterschächen dem Wanderkindergarten bei. Der Wanderkindergarten wurde bis 1998 weitergeführt.

Mit der Inkraftsetzung des neuen Schulgesetzes und der Schulverordnung im August 1998 wurden die Gemeinden verpflichtet, einen Kindergarten zu führen. Der Besuch des Kindergartens blieb aber fakultativ. Aber auch ohne Obligatorium besuchen seit vielen Jahren praktisch alle Kinder mindestens für ein Jahr den Kindergarten.

Ein Zweijahreskindergarten wurde bereits im Schuljahr 1998/99 in Isenthal, der Kreisschule Urner Oberland, Seelisberg, Silenen–Bristen und Sisikon geführt. Im Verlauf der Jahre kamen die anderen Schulgemeinden dazu. Ab August 2016 haben nun auch die Kinder von Unterschächen und Spiringen die Möglichkeit, das freiwillige zweite Kindergartenjahr zu besuchen.

Seit August 2014 besteht die Möglichkeit, Kindergarten und Primarstufe in einer Abteilung als Grund- oder Basisstufe zu führen. Dies allerdings nur dann, wenn es zum Erhalt eines dezentralen Schulangebotes notwendig erscheint. Im Schuljahr 2016/2017 führen Isenthal, Sisikon und Bristen eine Basisstufe.

Im neuen Schuljahr werden 664 Kinder den Kindergarten besuchen. 335 treten neu ein und 329 Kinder befinden sich im zweiten Jahr. Rund die Hälfte der Kinder besuchen im Schuljahr 2016/17 den Zweijahreskindergarten. Dies ist sehr erfreulich, schreibt die Urner Standeskanzlei.

pd/rem

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