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BILDUNG: Klassenlehrer stärker entlasten

Klassenlehrpersonen sind stark gefordert. Nun verlangt der Verein Lehrerinnen und Lehrer Uri, dass diese eine zweite Entlastungslektion erhalten.
Der Unterricht an den Urner Schulen – hier in Attinghausen – wird immer anspruchsvoller. Daher sollen Klassenlehrer von einer weiteren Lektion entlastet werden. (Symbolbild Florian Arnold)

Der Unterricht an den Urner Schulen – hier in Attinghausen – wird immer anspruchsvoller. Daher sollen Klassenlehrer von einer weiteren Lektion entlastet werden. (Symbolbild Florian Arnold)

Urs Hanhart

An der 20. Delegiertenversammlung des Vereins Lehrerinnen und Lehrer Uri (LUR), die am Montag in der Aula Attinghausen abgehalten wurde, stand ein Thema im Zentrum. Es ging um eine Forderung an die Adresse der Bildungs- und Kulturdirektion, die folgendermassen lautet: «Der LUR beantragt für alle Klassenlehrpersonen inklusive Gymnasiallehrpersonen der 1. und 2. Gymi­klassen ab dem Schuljahr 2016/17 eine zweite Klassenlehrerstunde einzuführen.» Dieser Antrag wurde von den Delegierten einstimmig gutgeheissen.

«Um die Zufriedenheit der Klassenlehrpersonen, insbesondere auf der Oberstufe, steht es nicht zum Besten», sagte LUR-Präsident Sepp Wipfli. «Es ist angezeigt, die Anstellungsbedingungen zu verbessern, damit diese zentrale Funktion mit Engagement und viel Freude ausgeführt werden kann.» Es müsse attraktiv sein, eine Klassenlehrerfunktion zu übernehmen. «Klassenlehrpersonen brauchen eine zusätzliche Lektion Entlastung.» Seit einigen Jahren kommen die Klassenlehrer der Primar- und Oberstufe in den Genuss einer Entlastungslektion, was nach Ansicht des LUR jedoch nicht genügt. Jene der Mittelschule haben bislang überhaupt keine Entlastungslektion, sondern lediglich eine Lebenskunde-Stunde, die allerdings nach Einschätzung von Wipfli nicht wirklich entlastend ist, da diese wie andere Lektionen vorbereitet werden müsse.

«Wir werden seriös und professionell abklären, wie es diesbezüglich im Kanton Uri weitergehen soll», sagte Bildungsdirektor Beat Jörg. «Ob eine Einführung politisch möglich ist, müssen wir erst noch ergründen.» Jörg rechnet mit Mehrkosten von 800 000 bis 900 000 Franken pro Jahr.

Nebst Regierungsrat Beat Arnold kandidieren mit Frieda Steffen und Annalise Russi gleich zwei Lehrerinnen für den einzigen Urner Nationalratssitz. Steffen hatte bei der Vereinsleitung angefragt, ob sie der LUR allenfalls unterstützen könnte. «Wir diskutierten die Möglichkeit eines Interviews im Newsletter, wo sie ihre politischen Positionen hätte darlegen können», so Wipfli. Eine zweite Möglichkeit bestünde darin, dass er als Privatperson und nicht als LUR-Präsident via E-Mail für ihre Wahl werben würde. «Aber wir sind zum Schluss gekommen, dass es besser ist, überhaupt nichts zu machen.» So mache man nichts falsch und verärgere keine Parteien. «Dies in der Hoffnung, dass bei Lehreranliegen dann keine Retourkutschen von anderen Parteien kommen.» Die Delegierten waren sich einig, auch künftig generell bei Wahlen eine neutrale Haltung einzunehmen beziehungsweise von Empfehlungen im Namen des LUR abzusehen.

Vereinsleitung nun komplett

Seit der 2007 vorgenommenen Systemumstellung beim LUR musste sich die Vereinsleitung stets in Unterbesetzung durchschlagen. Dieses Manko ist jetzt behoben. An der Jubiläums-DV wurden mit Theres Planzer-Dauwalder, Bürglen, und Benjamin Furrer, Erstfeld, zwei neue Vereinsleitungsmitglieder gewählt. Sascha Berger zog sich nach zweijähriger Mitarbeit zurück. Bestätigt wurde hingegen die Bisherige Margrit Planzer.

Erfreuliches gab es von der Mitgliederfront zu berichten. Seit der letzten DV verzeichnete der LUR 13 Neueintritte. Austritte gab es nur deren sechs. Damit ist der Mitgliederbestand auf 537 Lehrpersonen gestiegen. Dennoch will Wipfli weiterhin eifrig Mitgliederwerbung betreiben. «Es gibt immer noch recht viele Kollegen, die schon seit Jahrzehnten im Kanton Uri arbeiten, aber noch nicht unserem Verein beigetreten sind», so Wipfli. «Wir werden dranbleiben und versuchen, auch sie ins Boot zu holen.» Die Zahl der Lehrpersonen, die nicht dem LUR angehören, beläuft sich auf rund 90.

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