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BILDUNG: «Theri» ist die erste Podcast-Schule

An der Fachmittelschule des Theresianums Ingenbohl wird ein Pilotprojekt getestet. Mit Hilfe von Smartphones und den Computern der Schule werden eigene Radiobeiträge produziert.
Schüler der Fachmittelschule machen Interviews für ihre eigenen Radiobeiträge. (Bild: PD)

Schüler der Fachmittelschule machen Interviews für ihre eigenen Radiobeiträge. (Bild: PD)

Wandtafeln werden interaktiv, und statt Papierberge erhalten Schüler in Zukunft ihre Unterlagen auf einem Stick im PDF-Format. Doch die Digitalisierung des Klassenzimmers eröffnet noch innovativere Möglichkeiten. Hier setzt das Projekt PodClass an. Vom 26. bis 28. März wird dieses an der Fachmittelschule (FMS) am Theresianum Ingenbohl getestet. In Workshops lernen die Schüler, unter ihnen auch einige Urner, Radiobeiträge (Podcasts) zu produzieren und zwar ausschliesslich mit ihren Smartphones und den Computern der Schule. Die fertigen Sendungen werden auf dem Schulnetzwerk veröffentlicht und bilden eine interaktive Lernbibliothek, die auf diese Weise stetig wächst.

Nicht nur die Schüler werden in die Pflicht genommen, sondern auch die Lehrpersonen. Sie bauen die neue Lernmethode in ihren Unterricht ein. So wie es selbstverständlich ist, dass jeder Schüler weiss, wie man einen Vortrag zu einem bestimmten Thema macht, soll die Produktion eines Podcasts künftig als Produkt verlangt werden können.

Wichtige Fähigkeiten für das Studium

Podcasts können beinahe zu jedem Thema und in jedem Unterrichtsfach produziert werden. Von den Schülern werden Fähigkeiten verlangt, die bei der Berufsanstellung gefragt sind: Komplexe Sachverhalte auf den Punkt bringen; einfach formulieren; gepflegt sprechen; mit technischen Gerätschaften umgehen; gegenseitig Wissen austauschen. Dies fördert die so genannten «basalen Kompetenzen» für die allgemeine Studierfähigkeit, die derzeit in der Erziehungsdirektorenkonferenz und an allen Mittelschulen im Fokus stehen.

Hinter dem Projekt stecken die Radioschule klipp+klang sowie die Urner Einzelfirma Arnold Entertainment. «Eine Radiosendung fürs Internet zu produzieren, ist heute praktisch kostenlos», sagt Florian Arnold, der das Projekt initiiert hat. «Fast alle Schüler besitzen ein eigenes Smartphone, das heute eine beachtliche Tonqualität liefert.» Zudem gibt es gratis Schnittprogramme im Internet. «Das Wissen, das es für einen Radiobeitrag, oder eben für einen Podcast braucht, lernen sie in den Workshops», so Arnold, «nur den Fleiss können wir den Schülern nicht beibringen.» Es sei erfreulich, zu sehen, mit welchem Engagement die Schüler bei der Sache seien, sagt Kursleiterin Anna Tavernini von der Radioschule klipp+klang: «Die kreativen Ideen und die Selbstverständlichkeit, wie die Schüler Wissen für andere aufbereiten, sind beeindruckend.» Auch seitens der Schulleitung ist man erfreut. «Das Projekt liefert uns eine echte digitale Lernform», sagt Tanja Hager, Schulleiterin der FMS Ingenbohl. Die heutigen Schüler seien «digital natives» und auch der Lehrplan 21 lege starkes Gewicht auf Medienkompetenz und Informatik. «Die Schüler müssen wir am richtigen Ort abholen.» Die Lehrerschaft am Theresianum gab sich interessiert an dem Projekt: 20 Lehrpersonen besuchten im Vorfeld eine Lehrerweiterbildung und sind nun auch bei den Workshops dabei. (red)

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