«Rüchä Rock»: Noch ist harte Arbeit nötig

OK-Präsident Koni Scheuber und sein Team geben Vollgas, damit dem Publikum am Wochenende vom 19. und 20. Juli eingeheizt werden kann.

Markus Zwyssig
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Die Helfer packen fleissig mit an. (Bild: Florian Arnold, 17. Juli 2019)
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Stück für Stück wird die Fest-Infrastruktur aufgebaut. (Bild: Florian Arnold, 17. Juli 2019)
Es darf auch mal eine Pause geben. (Bild: Florian Arnold, 17. Juli 2019)
OK-Präsident Koni Scheuber packt kräftig mit an. (Bild: Florian Arnold, 17. Juli 2019)
Viele Helfer sind nötig fürs Open Air Rüchä Rock. (Bild: Florian Arnold, 17. Juli 2019)
OK-Präsident Koni Scheuber (links) legt selber Hand an. (Bild: Florian Arnold, 17. Juli 2019)
Die Helfer geben Vollgas. (Bild: Florian Arnold, 17. Juli 2019)
Auch die Kühe sind neugierig, was hier abgeht. (Bild: Florian Arnold, 17. Juli 2019)
Viele helfende Hände werden gebraucht. (Bild: Florian Arnold, 17. Juli 2019)
Das Open Air findet dieses Jahr auf der anderen Strassenseite statt. (Bild: Florian Arnold, 17. Juli 2019)
Stück für Stück wird das Festgelände grösser. (Bild: Florian Arnold, 17. Juli 2019)
Gekonnte Handgriffe sind gefragt. (Bild: Florian Arnold, 17. Juli 2019)
Mit verschiedenen Zelten wappnet man sich auch für schlechteres Wetter. (Bild: Florian Arnold, 17. Juli 2019)
OK-Präsident Koni Scheuber freut sich aufs Open Air. (Bild: Florian Arnold, 17. Juli 2019)

Die Helfer packen fleissig mit an. (Bild: Florian Arnold, 17. Juli 2019)

Am Fuss des Ruchen herrscht diese Woche Hochbetrieb. 15 bis 20 Helfer sind pro Tag in Unterschächen für «Rüchä Rock» im Einsatz. Insgesamt sind es während der Woche rund 70 Personen, die bereitwillig Hand anlegen. Am Wochenende sind es weitere rund 50 Helfer pro Tag. Viele nehmen sogar extra Ferien, um für das Open Air zu arbeiten. Mittendrin steht OK-Präsident Koni Scheuber. «Wir arbeiten alle ehrenamtlich, weil wir das Open Air im Schächental eine gute Sache finden», sagt er.

«Das Ambiente am Festival ist einzigartig», gibt sich Scheuber überzeugt. Doch die Natur am Fuss des schroffen Felsens hat auch ihre negativen Seiten. Der steinige Boden macht es den Veranstaltern nicht einfach. Für die diesjährige Ausgabe wurde das Festgelände komplett neu angeordnet. Wo früher der Camping war, steht nun die Bühne. Gezeltet wird nun da, wo in früheren Jahren die Musik spielte.

Zusatzaufwand für Wasser und genügend Power

Logistisch bietet das Open Air mehr als eine Herausforderung. «Wir müssen dafür sorgen, dass wir genügend Strom und Wasser auf dem Festgelände haben», sagt Koni Scheuber. Mit zwei dicken Kabeln wird der Strom über eine Distanz von 140 Metern herangeführt. Weil der Boden uneben ist, muss überall mit zusätzlichen Podesten als Unterlage nachgeholfen werden.

«Wir sind immer daran, den Festplatz zu optimieren», so Scheuber. «Trotzdem müssen wir schauen, dass der Aufwand nicht ins Unermessliche steigt.»

Viele Bands fragen für einen Auftritt beim Festival an

«Das Festival ist inzwischen in der Musikszene bekannt», stellt Koni Scheuber erfreut fest. «Im Vorfeld sind bei uns rund 80 Anfragen von Bands eingegangen, die gerne am Festival spielen würden.» Aber auch bei den Musikfans hat sich das Open Air offensichtlich einen guten Namen geschaffen. Der Online-Verkauf für das Festival ist gemäss Auskunft von Koni Scheuber gut angelaufen. «Die Käufer von Tickets kommen praktisch aus der ganzen Schweiz. Nebst Urnern, sind es viele Innerschweizer, aber auch Tessiner, Aargauer, St. Galler, Berner oder Westschweizer.» Für beide Abende sind inzwischen mehrere hundert Tickets abgesetzt. Koni Scheuber weiss aber, dass viele kurzfristig an der Abendkasse ein Ticket kaufen werden. «Hoffen wir nur, dass wir diesmal Glück haben mit dem Wetter», sagt Scheuber mit einem Schmunzeln. In den vergangenen Jahren hatte das Festival fast immer Wetterpech.

Harte musikalische Kost zum Festivalauftakt

Der Headliner am Freitag kommt aus Lugano und ist im Metalcore zu Hause. Das Quintett Dream­shade hat seit der Gründung 2006 laufend neue Musik produziert und tourt rund um den Globus. Ebenfalls am ersten Abend spielt die Schweizer Thrash-Metal-Band Comaniac. Die Band, die international unterwegs ist, hat ihr Musikspektrum inzwischen zu Heavy Metal und Power-Metal erweitert. Dadurch sind die Songs melodiöser geworden. Aus dem Wallis kommen Cremation, aus Schwyz Infinitas und Carnal Decay. Comaniac und Hellvetica reisen aus dem Aargau an.

Headliner am Samstag ist die Band Jack Slamer, die sich dem Hardrock der Siebzigerjahre verschrieben hat, in der Musik aber auch neuere Einflüsse verarbeitet (siehe unsere Zeitung vom Dienstag). Zudem treten The Garlicks aus Glarus auf. Sie machen Musik zwischen Blues und Metal. Aus Engelberg kommen Sir Donkey’s Revenge. Felskinn aus Luzern versprechen erdige Riffs, melodiösen Gesang, treibende Grooves und eingängige Songs. Modern Day Heroes aus Biel spielen energiegeladene Rocksongs mit einem Schuss Blues. Aus dem Kanton Uri sind Màs o menos sowie Aussenseiter dabei (siehe Box).

Auch der Service rund ums Festival stimmt. Wer ein Ticket hat, kann mit dem Gratis-Bus anreisen und frühmorgens auch wieder nach Hause fahren. «Rüchä Rock» bietet als eines der wenigen Festivals die Möglichkeit, kostenlos zu zelten.

Tickets gibt es unter www.ruchenrock.ch.