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Unterschächen: Alp Alplen soll mit Tunnelvariante erschlossen werden

Der Felsenweg zum Oberstafel der Alp Alplen auf Gemeindegebiet von Unterschächen ist 2017 verschüttet worden und seither gesperrt. Jetzt soll die Erschliessungsstrasse von der Rusalp zum Oberstafel für rund 2,8 Millionen Franken auf rund 300 Metern in einen Tunnel verlegt werden.
Bruno Arnold
Der verschüttete Bereich des Felsenwegs von der Rusalp zum Oberstafel der Alp Alplen soll in einem Tunnel umgangen werden. (Bild: Matthias Stadler, 19. Oktober 2017)

Der verschüttete Bereich des Felsenwegs von der Rusalp zum Oberstafel der Alp Alplen soll in einem Tunnel umgangen werden. (Bild: Matthias Stadler, 19. Oktober 2017)

Die Alp Alplen (siehe Box) liegt auf Gemeindegebiet von Unterschächen. Es handelt sich dabei um eine bedeutende Rinderhirte und Schafalp der Korporation Uri. Bewirtschaftet wird Alplen von der Hirteverwaltung Fiseten-Alplen der Bürgergemeinden Unterschächen und Spiringen. Der Felsenweg, der den Oberstafel der Alp Alplen erschliesst, wurde im Oktober 2017 bei einem Felssturz verschüttet. Er ist seither aus Sicherheitsgründen gesperrt, sodass den Bewirtschaftern zurzeit keine befahrbare Strasse vom Oberstafel zur Ruosalp und in den Talboden von Schwyz zur Verfügung steht.

Bürgergemeinden haben grünes Licht erteilt

Nach Abklärungen zur künftigen Bewirtschaftung der Alp, einem geologischen Gutachten und einer Studie zu Erschliessungsvarianten entschied sich die Hirteverwaltung, die bisherige Bewirtschaftungsform beizubehalten und die Erschlies­sung mit einer Tunnelvariante statt mit einem Seilbahnsystem zu realisieren. Die beiden Bürgergemeinden haben im Mai 2019 der Tunnelvariante und einem Planungskredit für die Ausarbeitung des Bauprojekts zugestimmt.

Tunnelvariante 
schneidet am besten ab

Konkret will man die Felssturzstelle mit einem 300 Meter langen und rund 2,8 Millionen Franken teuren Tunnel umgehen. Diese Variante schnitt im Vergleich mit möglichen neuen Wegerschliessungen mit Längen zwischen 3,4 und 4 Kilometern am besten ab. «Für einen Tunnel sprechen die kurze Bauzeit, die geringen Auswirkungen auf Natur- und Landschaft sowie die tiefsten Unterhaltskosten», schreibt die Regierung im Bericht an den Landrat. «Die Unterhaltskosten für die folgenden 15 Jahre werden bei der Tunnelvariante auf 95000  Franken und bei der günstigsten Wegvariante auf 323000 Franken geschätzt.

Im Rahmen der Variantenstudie wurde aber auch geprüft, ob der verschüttete Felsenweg wiederhergestellt und wieder geöffnet werden könnte. Davon rieten die beigezogenen Geologen aber dringend ab. «Die Wiederinstandstellung erfordert Bauarbeiten im stark gefährdeten Felssturzbereich. Die Arbeiter wären für eine längerdauernde Zeit einem grossen Risiko erneuter Felsabbrüche ausgesetzt. Aus Gründen der Arbeitssicherheit kann eine Wiederherstellung des Felsenwegs nicht verantwortet werden», heisst es im Bericht der Regierung.

Investition ist aus Sicht
der Regierung tragbar

Die Bauherrschaft rechnet mit Kosten von rund 2,8 Millionen Franken. 450 000 Franken sind beitragsberechtigt unter dem Titel «Schutz vor Naturgefahren» und können mit gebundenen forstlichen Beiträgen unterstützt werden, 2,35 Millionen Franken sind beitragsberechtigte strukturverbessernde Massnahmen. Die Regierung beantragt dem Landrat, an diese 2,35 Millionen Franken einen Kantonsbeitrag von 24 Prozent respektive 564  000 Franken zu sprechen. Erwartet werden auch A-fonds-perdu-Beiträge des Bundes (611 000 Franken) und der Korporation Uri (504 000 Franken). «Die Investition ist gemäss Finanzierungsplan tragbar», hält die Regierung in ihrem Bericht weiter fest.

Aus Sicht des Natur- und Landschaftsschutzes, des Umweltschutzes und der Naturgefahren sind keine Einwände gegen das Projekt vorgebracht worden. Die geologische Machbarkeit des Tunnels wird grundsätzlich bestätigt. «Die Erschlies­sung dient der nachhaltigen alpwirtschaftlichen Nutzung des Gebiets, das eine hohe Artenvielfalt und grosse Biodiversität aufweist», betont der Regierungsrat. Die Alp Alp­len werde zudem künftig – trotz Klimawandel – weniger von Trockenheit betroffen sein als andere Alpen. Es ist vorgesehen, das Projekt in den Jahren 2020 bis 2022 zu realisieren.

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