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Blamables Cup-Aus für Altdorf nach «katastrophaler Vorstellung»

Der KTV Altdorf ist in der ersten Cup-Hauptrunde am Erstligisten Muotathal gescheitert. Die Urner unterlagen den Schwyzern mit 25:29 nach Verlängerung. Altdorfs Trainer Sebastian Munzert nahm nach dem Spiel kein Blatt vor den Mund.
Urs Hanhart
Die Muotathaler verteidigten gegen die Altdorfer (hier am Ball Altdorfs Rückraumspezialist Amer Zildzic) mit allen Mitteln. (Bild: Urs Hanhart, Muotathal, 13. September 2018)

Die Muotathaler verteidigten gegen die Altdorfer (hier am Ball Altdorfs Rückraumspezialist Amer Zildzic) mit allen Mitteln. (Bild: Urs Hanhart, Muotathal, 13. September 2018)

Kurz nach dem Schlusspfiff zeigte sich Altdorf-Trainer Sebastian Munzert bitter enttäuscht. Er nahm denn auch kein Blatt vor den Mund und las seiner Mannschaft die Leviten: «Das war eine katastrophale Vorstellung heute. Die Einstellung der Spieler hat nicht gestimmt.»

Anscheinend hätten sie das Gefühl, dass man diesen unterklassigen Gegner mit halbem Einsatz besiegen könne. Zudem hätte das Team die taktischen Vorgaben überhaupt nicht umgesetzt. «Bei den Muotathalern spürte man, dass sie unbedingt gewinnen wollten. In unseren Reihen fehlte es hingegen am nötigen Siegeswillen.»

Tatsächlich fragte man sich in diesem Cup-Derby schon in der Startphase, wer hier eigentlich der Ober- und der Unterklassige ist. Muotathal legte in der am vergangenen Donnerstag gut gefüllten heimischen Mehrzweckhalle gegen die nur sehr schleppend in die Gänge kommenden Altdorfer entschlossen los und erarbeitete sich bis zur zehnten Minute bereits einen Vier-Tore-Vorsprung (6:2). Dieses Polster konnte das «Täli»-Team lange verteidigen. Erst kurz vor der Pause drehten die Urner etwas auf und verkürzten den Abstand auf zwei Längen (Halbzeitresultat 13:11).

Altdorf rettet sich in letzter Sekunde in die Verlängerung

Nach dem Wiederanpfiff wurden die Gelb-Schwarzen vom vermeintlichen Underdog dann phasenweise richtiggehend vorgeführt. Die Platzherren zogen bis Mitte der zweiten Halbzeit auf 22:16 davon und schienen einem sicheren Sieg entgegenzusteuern. Doch die Oberklassigen, bei denen Keeper Christian Amrein in der Schlussviertelstunde fast alles parierte, was auf sein Gehäuse abgefeuert wurde, rissen sich nun am Riemen und verkürzten den Abstand sukzessive. Buchstäblich in letzter Sekunde erzwang Florian Henrich mit einem eiskalt versenkten Siebenmeter zum 23:23 noch eine Verlängerung.

Mit dieser Aufholjagd hatten die Gäste ihr Pulver verschossen. Anstatt in den zusätzlichen zehn Minuten im Stil der Schlussphase der regulären Spielzeit weiterzufahren, verloren sie den Faden nun vollends. Muotathal entschied die Überzeit souverän mit 6:2 Toren für sich und zog mit einem Ergebnis von 29:25 verdient in den 1/16-Final ein.

Muotathal–Altdorf 29:25 n.V. (13:11/23:23)

Mehrzweckhalle Muotathal. – 343 Zuschauer. – SR Fallgger, Leu. – Muotathal: Oechslin, Imhof; Martin Betschart (3), Elias Betschart, Schelbert, Suter (7), Föhn (6), Nauer (4), Lüönd, Pascal Gwerder (2), Heinzer (5), Henseler, Silvano Gwerder (1), Ivo Betschart (1). Altdorf: Dittli, Amrein; Kasmauskas (1), Arnold (1), Baumann, Aschwanden (2), Gisler, Fallegger (1), Auf der Maur (4), Henrich (7), Adamcik (2), Vorobjovas (4), Zildzic (3).

KTV Altdorf hat die ersten Punkte im Visier

Nach den beiden Startniederlagen ist der KTV Altdorf bereits ein wenig in Zugzwang. Im nächsten Heimspiel, das am Samstag, 18 Uhr, ausgetragen wird, ist mit dem TV Solothurn eine weitere Knacknuss zu Gast im «Feldli». Über weite Strecken gut bis sehr gut gespielt, aber im Endeffekt noch nichts Zählbares geholt: So lautet die auf den ersten Blick etwas ernüchternde Bilanz des KTV Altdorf nach den beiden Auftaktspielen zur NLB-Meisterschaft. Deshalb müssen die Gelb-Schwarzen nun alles daran setzen, über die vollen 60 Spielminuten konzentriert zur Sache zu gehen und ohne Aussetzer durchzukommen. Falls dies gelingt, sollte Solothurn zu packen sein.

Dem letztjährigen Überraschungsteam, das lange im Vorderfeld der Tabelle mitmischte, ist der Meisterschaftsstart nicht nach Wunsch gelungen. Zum Auftakt setzte es gegen den vermeintlichen Underdog Stans eine sicherlich nicht einkalkulierte 22:24-Auswärtsniederlage ab. Dabei verspielte das Team aus der Ambassadoren-Stadt in der Schlussphase einen Vier-Tore-Vorsprung. Besser machten es die Solothurner in der 2. Runde beim Gastspiel bei der SG Wädenswil/Horgen. Dort schaukelten sie ein ähnlich grosses, vor allem in der ersten Halbzeit erarbeitetes Polster gekonnt über die Runden und siegten schliesslich mit 26:24. (urh)

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