BLASMUSIK: Die Musikveteranenvereinigung ehrt ihre treuen Mitglieder

Der Kanton Uri weist eine der grössten Blasmusikanten-Raten der Schweiz auf. Allerdings musste die ­Musikveteranenvereinigung Uri an ihrer 65. Tagung einen leichten Mitgliederrückgang verzeichnen.

Georg Epp
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Sie standen im Mittelpunkt der 65. Veteranentagung: (von links) Präsident Edwin Gutjahr, Ehrenmitglied Franz Arnold, der älteste Versammlungsteilnehmer Gottlieb Aschwanden, Karl Stadler und der neue Kassier Hubi Kempf. (Bild: Georg Epp (Andermatt, April 2018))

Sie standen im Mittelpunkt der 65. Veteranentagung: (von links) Präsident Edwin Gutjahr, Ehrenmitglied Franz Arnold, der älteste Versammlungsteilnehmer Gottlieb Aschwanden, Karl Stadler und der neue Kassier Hubi Kempf. (Bild: Georg Epp (Andermatt, April 2018))

Georg Epp

redaktion@urnerzeitung.ch

Mit gefälliger und spritzig vorgetragener Blasmusik wurden die 93 Mitglieder und Gäste der Musikveteranenvereinigung Uri im Urserntal empfangen. Dafür verantwortlich zeichnete die Feldmusik Andermatt unter der Leitung von Bernhard Müller bei schönstem Wetter.

An der 65. Tagung der Vereinigung wurden die aktuellen Zahlen bekanntgegeben. Nach 5 Neueintritten, 11 Todesfällen und 3 Austritten sank die Mitgliederzahl auf 290 Musikveteranen (Minus 9). Kassier Franz Arnold konnte einen kleinen Rückschlag von 1342 Franken nicht verhindern, das kleine Vermögen des Verbandes pendelte sich bei rund 15 000 Franken ein.

Hubi Kempf übernimmt Kasse

Mit grossem Dank und Applaus wurden Präsident Edwin Gutjahr Vizepräsident Hugo Biedermann, Sekretärin Irma Loretz und Mitglied Annerose Furger in ihren Chargen für weitere 2 Jahre bestätigt. Nach sechs Jahren musste von Kassier Franz Arnold die Demission akzeptiert werden. Als neuen Kassier wählte die Veteranengarde Hubi Kempf, den ehemaligen Dirigenten und Präsidenten des MV Bauen.

Viel Freude und Idealismus sind nötig, um volle 50 Jahre dem Hobby Blasmusik treu zu bleiben. Für 50 Jahre aktives Musizieren konnte Karl Stadler, MV Seedorf, als neuer kantonaler Ehrenveteran gefeiert werden. Seit 1968 ist er Posaunist im Musikverein Seedorf, wo er auch 8 Jahre als Präsident Verantwortung übernahm. In Abwesenheit würdigte man auch die Leistung von Rolf Lussmann, MG Bristen. Er wurde für 35 Jahre aktives Musizieren als neuer Eidgenössischer Veteran geehrt. Als ältester Versammlungsteilnehmer konnte Gottlieb Aschwanden, MV Bauen, Jahrgang 1929, eine Flasche Wein in Empfang nehmen. Der abtretende Kassier Franz Arnold wurde einstimmig mit Applaus und Geschenk in die Reihen der Ehrenmitglieder aufgenommen.

Zwölf verstorbenen Musik­kameraden wurde gedacht: Es sind dies Anton Röthlin, MV Seedorf; Adolf Christen, MG Seelisberg; Anton Gisler, MV Unterschächen; Karl Wyrsch, MG Sisikon; Josef Imhof, MV Seedorf; Albert Arnold, MV Bürglen; Roger Ghenzi, MG Wassen/Göschenen; Karl Aschwanden, MG Seelisberg; Franz Scheiber, MG Schattdorf; Dominik Gisler, MG Seelisberg; Walter Aeschbacher, FM Altdorf; Johann Bissig, MG Isenthal. Traditionsgemäss wurde das grosse musikalische Schaffen der Verstorbenen nochmals in Erinnerung gerufen.

Seit 1864 gibt es im Urserntal Blasmusik

Andi Müller, der Präsident der FM Andermatt, zeigte die Geschichte des 37-köpfigen Musikkorps in kurzen Zügen auf. Die heutige Feldmusik in Harmonie- und Tambourenbesetzung wurde im Jahre 1913 gegründet, aber bereits seit 1864 kann in Andermatt Blasmusikaktivität nachgewiesen werden. Andi Müller nutzte die Gelegenheit, für das bevorstehende Unterhaltungskonzert vom 21. April zu werben. Die Werbetrommel fürs Urserntal unterstützte auch die Andermatter Gemeindepräsidentin Yvonne Baumann. Sie unterstrich die Wertschätzung der Musik als Weltsprache mit gelungenen Sprüchen und Anekdoten.

Landammann Beat Jörg überbrachte die Grussworte der Urner Regierung: «Auch unser Uristier hat eine musikalische Seite. Mit seinen langen Hörnern wurden im Mittelalter Blasmusikinstrumente und damit ‹Stiärämüüsig› produziert.» Der Landammann bestätigte unter anderem auch mit Stolz, dass der Kanton Uri mit 16 Blasmusikantinnen und -musikanten pro 1000 Einwohner schweizweit an dritter Stelle hinter Jura und dem Wallis liegt. Der Durchschnittswert liegt zwischen 8 und 9. Peter Börlin überbrachte die Grussworte des Schweizerischen Blasmusikverbandes. Er forderte die Veteranen auf, weiterhin Vorbild für die Jugend zu sein und die Geselligkeit der Tagung voll zu geniessen.

Hinweis

Die MG Erstfeld wird die nächste Tagung am 27. April 2019 organisieren.