BLAUZUNGENKRANKHEIT: Tierarzt impft Kühe bei Nacht und Nebel

Auf einer Urner Alp wurden sechs Rinder zwangsweise gegen Blauzungen­krankheit geimpft. Eine zweite Aktion steht noch bevor.

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Stellvertretender Kantonstierarzt Toni Linggi. (Archivbild Laura Vercellone/Neue SZ)

Stellvertretender Kantonstierarzt Toni Linggi. (Archivbild Laura Vercellone/Neue SZ)

Nacht- und Nebelaktion auf einer Urner Alp: Der Kantonstierarzt hat sechs Rinder gegen Blauzungenkrankheit geimpft. Dies nachdem der Tierbesitzer eine schriftliche Verfügung erhalten hatte. Der Besitzer hatte seine Tiere aufgetrieben, obwohl er dies nicht hätte tun dürfen. Denn ungeimpfte Tiere dürfen ihren Hof nicht verlassen.

Der geschilderte Fall ist die erste Zwangsimpfung gegen Blauzungen­krankheit in der Urschweiz. Es dürfte aber nicht die einzige bleiben. Der Kantonstierarzt muss in Uri in einem zweiten, ähnlich gelagerten Fall aktiv werden. Auf einer anderen Alp müssen fünf Rinder geimpft werden. Die Impfgegner argumentieren mit dem Wohl der Tiere und dem Schutz der Konsumenten.

Gegen anderes ungeimpftes Vieh, welches sich zum Teil ebenfalls auf Urner Alpen befindet, prüft das Veterinäramt weitere Massnahmen. «Das hängt davon ab, ob sich die Seuchensituation verschlimmert», sagt Stellvertretender Kantonstierarzt Toni Linggi.

Markus Zwyssig

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Luzerner Zeitung und ihren Regionalausgaben.