BLS und Gewerkschaften auf Sozialplan geeinigt

Nach intensiven Verhandlungen haben sich die Gewerkschaften und die BLS auf einen Sozialplan geeinigt. Er wird für diejenigen Mitarbeitenden umgesetzt, die durch den Wegfall von nicht rentablem Güterverkehr auf der Gotthardachse ihre Stelle verlieren.

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Der Güterverkehr bei der BLS wird abnehmen. (Symbolbild) (Bild: Keystone)

Der Güterverkehr bei der BLS wird abnehmen. (Symbolbild) (Bild: Keystone)

Die betroffenen Mitarbeitenden erhalten faire Leistungen, um die Auswirkungen eines Stellenverlusts abzufedern, schreiben die Gewerkschaften und die BLS in einer gemeinsamen Medienmitteilung. Nach mehreren Gesprächsrunden haben sich die Verhandlungspartner der BLS und der Gewerkschaften SEV, transfair und VSLF geeinigt.

Sozialplan gilt auch für bereits Entlssene

Der Sozialplan gilt rückwirkend ab 1. April 2013 für alle Mitarbeitenden, die im Zusammenhang des Wegfalls des Gütertransports ihre Stelle verloren haben oder dies noch werden. Die BLS und BLS Cargo rechnen aufgrund des Verkehrsverlustes auf der Gotthardachse mit einem Abbau von  insgesamt 70 bis 80 Stellen, davon 50 bis 60 Lokführerstellen. Die ausgehandelten Leistungen umfassen eine limitierte Lohngarantie bei Annahme einer tiefer besoldeten Stelle bei anderen Arbeitgebern, sowie nach Alter und Dienstjahren abgestufte Abgangsleistungen. Weiter wurde eine Weiterbeschäftigungszusage für Mitarbeitende ab 60 und die Möglichkeit zur Frühpensionierung ab 62 ausgehandelt. Der Sozialplan sieht auch die Einsetzung einer Kommission vor, die über Härtefälle oder bei Interpretationsdifferenzen des Plans entscheidet. Die Kommission soll aus Vertretern der BLS und der Gewerkschaften bestehen.

Als weiteren Schritt eröffnet die BLS anfangs der kommenden Woche das Konsultationsverfahren bei den Arbeitnehmervertretungen, welches in solchen Fällen gesetzlich vorgeschrieben ist. So haben die Sozialpartner die Möglichkeit, weiter Massnahmen vorzuschlagen.

pd/spe