Brauch des «Drapoling» wird verkannt

Früher versetzte er alle in Angst und Schrecken: Der Drapoling. Heute wird er immer häufiger selber angegriffen. Weil die Leute den Brauch nicht mehr kennen.

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Ein Drapoling in Altdorf. (Bild Angel Sanchez/Neue UZ)

Ein Drapoling in Altdorf. (Bild Angel Sanchez/Neue UZ)

Ein wenig Schrecken verbreiten und auch ein wenig Angst. Das ist das Ziel des Drapolings. «Der Drapoling ist eine raue Figur. Verglichen mit früher hat sich sein Auftreten gemässigt. Es kann aber schon einmal vorkommen, dass eine Drapolin-Gruppe jemanden packt oder wild umtanzt.

Doch in den letzten Jahren hat sich das Blatt gewendet. Immer häufiger sind die Drapolings selber die Angegriffenen. «Die Übergriffe gegen Drapolings haben zugenommen. Vor allem weil die jungen Leute diesen Brauch nicht mehr kennen», sagt Annemarie Wipfli, die seit 1971 Drapoling-Kostüme näht und in Silenen einen kleinen Kostümverleih betreibt.

An der letzten Fasnacht zum Beispiel sei in Altdorf ein 22-jähriger Drapoling von einer Gruppe Jugendlicher zusammengeschlagen worden, schildert Wipfli. «Sie haben ihn mit den Füssen getreten, als er am Boden lag.»

Philipp Arnold

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Urner Zeitung