Brauchtum lebt wieder auf

Die Tradition war ganz verschwunden. Doch am Samstag fand in Spiringen wieder ein «Pryysbeedälä» statt - seit zehn Jahren das erste in der Zentralschweiz.

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Kilian Rast mit seiner Partnerin beim Pryysbeedälä. (Bild: Urs Hanhart / Neue UZ)

Kilian Rast mit seiner Partnerin beim Pryysbeedälä. (Bild: Urs Hanhart / Neue UZ)

Vor zehn Jahren gehörte das «Pryysbeedälä», bei denen Tänzer im Takt zu einer Ländlermusik um die Wette steppen, der Vergangenheit an. Doch seit fünf Jahren findet in der Ostschweiz regelmässig wieder ein «Pryysbeedälä» statt. Und am Samstagabend ging nun in Spiringen zum ersten Mal das Schächentaler «Pryysbeedälä» über die Bühne.

Gekämpft wurde in zwei Durchgängen in den Disziplinen Ländler und Schottisch – gespielt vom Ländlertrio Bärglergmüet. Eine Kür dauerte kaum länger als 30 Sekunden: Erst einige Takte Tanz, der zweite und dritte Teil des Stücks wurde dann «beedälät».

Die Tänzer durften dabei ihre Schuhe nicht mehr als 6 Zentimeter über den Boden heben und mussten immer im Takt bleiben. Das Klacken der Absätze musste kräftig sein - einige Wettkämpfer hatten Kunststoff- oder Holzplättchen an ihre Absätze geklebt -, aber laut Reglement wurde «das grobe Poltern und Stampfen» mit Punkteabzug bestraft. Fünf Preisrichter verteilten Noten. Die zwölf besten Tänzer erhielten einen Kopfkranz.

Der Abend war ein voller Erfolg. Rund 45 Tänzer machten mit – darunter viele Junge und einige Frauen. Und die Turnhalle war mit Zuschauern fast gefüllt.

Elias Bricker

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der Zentralschweiz am Sonntag.